Ruder-EM Brest: Vorlaufsieg für Vonarburg/Stofer

  Ruder-EM Brest: Vorlaufsieg für Vonarburg/Stofer

 

> Bildergalerie Vorlauftag der Ruder-EM in Brest (WRuss); 18.09.2009

André Vonarburg und Florian Stofer (Seeclub Sempach) haben zum Auftakt der Europameisterschaft in Brest ihren Vorlauf souverän gewonnen und sich damit direkt für das Finale vom kommenden Sonntag qualifiziert. Im Direktvergleich gegen das serbische Boot (6. Rang an der Ruder-WM in Poznan vor drei Wochen) waren  Vonarburg/Stofer (WM-Siebte der Ruder-WM Poznan) mit exakt sieben Sekunden Vorsprung siegreich. Im anderen Vorlauf hat sich das Boot aus Estland Taimsoo/Raja (WM-Bronze in Poznan) direkt für das EM-Finale qualifizieren können. Alle vier anderen Schweizer Boote stehen nach den Vorläufen im Hoffnungslauf. Im Frauen-Skiff erreichte Regina Naunheim (Seeclub Wädenswil) den dritten Rang hinter Weltmeisterin Karsten (WRuss) und der Schwedin Svensson. Im Skiffrennen der Männer ist Fabrizio Güttinger (Belvoir RC Zürich) nach starker erster Streckenhälfte auf dem vierten Platz im Ziel angekommen. Güttinger beklagte Atemprobleme auf der zweiten Streckenhälfte. Im Hoffnungslauf am Freitagnachmittag belegte Güttinger den fünften Rang und hat damit den Einzug ins Halbfinale verpasst. Nicht über die jeweils fünften Vorlaufränge hinaus kamen die beiden Frauen-Doppelzweier. Sowohl die Leichtgewichts-Kombination Eliane Waser (Seeclub Luzern) und Fabiane Albrecht (Seeclub Thun) als auch die Kombination Sara Hofmann (Seeclub Biel) und Nora Fiechter (Ruderclub Blauweiss Basel) konnten das Tempo der schnellsten Mannschaften nicht mitgehen und rudern in den Hoffnungsläufen vom Samstag um den Finaleinzug.   Nach dem Vorlaufsieg im Männer-Doppelzweier zeigte sich André Vonarburg für den EM-Auftakt zufrieden. „Wir waren überrascht, dass wir gleich von Beginn die Führung übernehmen und kontinuierlich ausbauen konnten. Gegen Ende des Rennens waren wir nicht mehr aufs Letzte gefordert. Zudem ist es gut zu wissen, dass nach der Weltmeisterschaft in Poznan vor drei Wochen die physische Verfassung noch immer stimmt, um gute Rennen zu fahren“, sagte André Vonarburg nach dem Rennen. Zerknirscht zeigte sich nach dem Rennen Eberhard Rehwinkel, der Trainer von Regina Naunheim. Er hatte von Naunheim erwartet, dass sie sich dank der guten Konkurrenz zu einer schnelleren ersten Streckenhälfte hätte leiten lassen. Er bemängelte, dass die Taktik nicht konsequent umgesetzt wurde. Regina Naunheim war mit dem Rennen ebenfalls nicht zufrieden, sieht aber die Teilnahme am Hoffnungslauf als Chance, den Wettkampfrhythmus nach einer zweimonatigen Wettkampfpause wieder zu finden. Der Leichtgewicht-Doppelzweier mit Eliane Waser/Fabiane Albrecht startete verhalten und musste sich schon nach 250 Metern Rückstand notieren lassen. Die schnellsten Boote aus Griechenland und Frankreich hatten sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits auf die beiden finalberechtigten Positionen gesetzt und diese nie mehr aus der Hand gegeben. Dahinter kam das Schweizer Boot eher wieder näher an die Boote aus Tschechien und Italien heran, konnte diese aber nur zwischenzeitlich überholen. Auf der Ziellinie resultierte für Waser/Albrecht der fünfte Rang, was die Teilnahme am Hoffnungslauf vom Samstag bedeutet. Der Frauen-Doppelzweier der offenen Kategorie mit Sara Hofmann/Nora Fiechter war gut gestartet, fand dann aber den Rhythmus nicht richtig und fiel bei Streckenhälfte auf den fünften Platz zurück, welcher dann auch im Ziel belegt wurde. Der fünfte Rang bedeutet auch für Hofmann/Fiechter die Teilnahme am Hoffnungslauf.   Güttinger verpasst Halbfinale Fabrizio Güttinger hat am Freitagnachmittag den Einzug ins Halbfinale der Skiff Männer verpasst. Nach einem guten Rennen auf den ersten 1250 Metern und einem bis zu diesem Zeitpunkt soliden dritten Platz, wurden seine Ruderschläge zunehmend schwerer und die Schlagzahl kam zu tief runter. Die Ruderer aus Lettland und Slowenien ergriffen die Gelegenheit und überholten Fabrizio Güttinger auf den letzten 500 Metern noch. Mit dem fünften Platz im Hoffnungslauf wurde Güttinger ins C-Finale (Ränge 13-18) von morgen Samstagmittag verwiesen.   Mit den EM-Vorläufen haben die ersten internationalen Rennen auf der neuen Regattastrecke von Brest (Weissrussland) stattgefunden. Die Rennen wurden bei ausgezeichneten teilweise ganz windstillen Verhältnissen und Sonnenschein ausgetragen. Die drei Frauen-Boote treten am Samstagvormittag zu den Hoffnungsläufen an. Der Männer-Doppelzweier Vonarburg/Stofer steht direkt im Finale vom Sonntag mit Startzeit 11:45 Uhr (resp. 10:45 Uhr Schweizer Zeit).     Rudern: Europameisterschaften 2009 – Resultate erster Wettkampftag mit Schweizer Beteiligung Brest (Weissrussland). Freitag, 18. September 2009 Männer Doppelzweier. 2. Vorlauf (1. Rang direkt im A-Finale): 1. André Vonarburg/Florian Stofer (Sz) 6:29,22. 2. Marjanovic/Bogicevic (Serb) 6:36,22. 3. Pirih/Rojec (Slo) 6:41,58. 4. Savva/Sofokleous (Zyp) 6:46,77. 5. Motiashvili/Motiashvili (Geo) 6:52,64. 1. Vorlauf (1. Rang direkt im A-Finale): 1. Raja/Taimsoo (Est) 6:33,00. 2. Morgachev/Spinev (Rus) 6:36,99. 3. Morozov/Kryvenko (Ukr) 6:41,58. Schweiz und Estland direkt im A-Finale vom Sonntag. Männer Skiff. 1. Vorlauf (1. und 2. Rang direkt im Halbfinale): 1. Vekic (Kro) 7:12,98. 2. Babac (Svk) 7:18,66. 3. Shauchenka (WRuss) 7:23,14. 4. Güttinger (Sz) 7:28,57. 5. Zupan (Slo) 7:28,98. 6. Houska (Tsch) 7:56,31. Güttinger damit im Hoffnungslauf vom Freitagnachmittag.  Männer Skiff. 1. Hoffnungslauf (1. bis 3. Rang im Halbfinale): 1. Dufour (Fr) 7:14,05. 2. Grebennykov (Ukr) 7:16,43. 3. Adamaitis (Lett) 7:16,58. 4. Zupan (Slo) 7:17,49. 5. Fabrizio Güttinger (Sz) 7:18,02. 6. Prosvirnin (Est) 7:24,24. Güttinger damit im C-FInale (Ränge 13-18) vom Samstag.   Frauen Skiff. 2. Vorlauf (1. Rang direkt im A-Finale): 1. Ekaterina Karsten (WRuss) 7:39,36. 2. Svensson (Swe) 7:49,99. 3. Regina Naunheim (Sz) 8:06,63. 4. Kalampoka (Griech) 8:15,36. 5. Boncheva (Bul) 8:22,18. 6. Cudinova (Mol) 8:34,38. Naunheim damit im Hoffnungslauf vom Samstagvormittag. Frauen Doppelzweier. 2. Vorlauf (1. und 2. Rang direkt im A-Finale): 1. Antosova/Antosova (Tsch) 7:05,88. 2. Gramatyka/Madaj (Pol) 7:10,27. 3. Lepke/Bär (De) 7:16,16. 4. Vaiksaar/Pajusalu (Est) 7:17,41. 5. Sara Hofmann/Nora Fiechter (Sz) 7:23,94. Schweiz damit im Hoffnungslauf vom Samstagvormittag. Frauen Doppelzweier Leichtgewichte. 2. Vorlauf (1. und 2. Rang direkt im A-Finale): 1. Giazitzidou/Tsiavou (Griech) 7:24,33. 2. Simon/Maurin (Fr) 7:30,69. 3. Jankova/Nachazelova (Tsch) 7:35,66. 4. Noseda/Trivella (It) 7:39,12. 5. Eliane Waser/Fabiane Albrecht (Sz) 7:39,13. Schweiz damit im Hoffnungslauf vom Samstagvormittag.     Brest, 18. September 2009/Christian Stofer