Int. Junioren-Regatta München: Bericht

  Int. Junioren-Regatta München

Das Schweizer Junioren-Nationalkader hatte einen soliden Start in die internationale Regattasaison anlässlich der internationalen Junioren-Regatta München. Mit einem dritten Rang im Vierer mit Steuermann verzeichnete das Schweizer Team einen Podestplatz. Zwei Siege im kleinen Finale im Doppelzweier sowie im Vierer ohne Steuermann der Junioren rundeten die Bilanz in den wichtigsten Rennen der Regatta ab.

Mit drei Booten trat die Junioren-Nationalmannschaft des Schweizerischen Ruderverbandes auf der Olympia-Regattastrecke in München zum ersten internationalen Vergleich an. Der Junioren-Doppelzweier mit Valentin Gmelin (Ruderclub Uster) und Stephan Baschung (Ruderclub Aarburg) belegte im Vorlauf am Samstag den guten zweiten Rang hinter dem nachmaligen Tagessieger Frankreich, was die Qualifikation für das kleine Finale bedeutete. Dort ruderten Gmelin/Baschung zu jeder Zeit an der Spitze des Feldes und wirkten technisch sauber und dynamisch. Die Führung verteidigten sie bis ins Ziel und konnten für sich somit den 7. Gesamtrang und die insgesamt fünftbeste Zeit verbuchen. Am Sonntag starteten Baschung/Gmelin erneut motiviert, eventuell sogar übermotiviert, ins Rennen, konnten dieses aber aufgrund Erschöpfung von Schlagmann Baschung 500 Meter vor dem Ziel nicht beenden.

Doppelstart in den Riemenvierern
Das zweite Nationalmannschaftsboot in der Besetzung Alex Plüss (Ruderclub Schaffhausen), Markus Kessler (Ruderclub Schaffhausen), Augustin Maillefer (Lausanne Sports) und Louis Margot (Forward Rowing Club Morges) startete sowohl im ungesteuerten Vierer sowie mit Steuermann Marco Brechbühl (Seeclub Luzern) im gesteuerten Vierer. Im gesteuerten Boot erruderten sich Plüss/Kessler/Maillefer/Margot den Bronzerang im Feld der sechs Boote. Obschon dies das dritte Rennen des Tages war, zeigten die Junioren eine kämpferische Leistung. Nach einem verhaltenen Start kämpfte sich die Mannschaft unter lautstarker Anfeuerung des Steuermanns ins Renngeschehen zurück und ruderte auf den soliden dritten Rang. Am Sonntag vermochte die Mannschaft ihren Lauf zu gewinnen, dies indes bei geringerer Konkurrenz als am Samstag. Im ungesteuerten Vierer verzeichneten die jungen, aber gross gewachsenen Schweizer, am Samstag einen Sieg im kleinen Finale, was dem siebten Gesamtrang entspricht. Am Sonntag erreichten sie in einem Serienrennen den guten dritten Rang hinter Spanien und Deutschland.

Als Fazit darf ein solider Start der Schweizer Juniorenboote in die Regattasaison verzeichnet werden. Die Resultate bilden eine gute Grundlage für den weiteren Saisonaufbau. Einen zweiten internationalen Einsatz werden die Schweizer Junioren an der internationalen Regatta Bled von 11.-13. Juni 2010 verzeichnen.

Rudern: Internationale Junioren-Regatta München (D) – Resultate 1. Regattatag (Sa, 8. Mai 2010)
Junioren. Vierer mit Steuermann (Final, ohne Zeitmessung): 1. Deutschland, Boot 1. 2. Deutschland, Boot 2. 3. Schweiz (Alex Plüss, Markus Kessler, Augustin Maillefer, Louis Margot). 4. Deutschland, Boot 4. 5. Deutschland, Boot 5. 6. Deutschland, Boot 3.
Vierer ohne Steuermann (B-Final, Ränge 7-12): 1. Schweiz (Alex Plüss, Markus Kessler, Augustin Maillefer, Louis Margot) 6:42,08. 2. Tschechien 6:44,69. 3. Polen 6:47,80. 4. Deutschland 6:48,09. 5. Oesterreich 6:53,90. 6. Russland 6:55,90.
Doppelzweier (B-Finale, Ränge 7-12): 1. Valentin Gmelin / Stephan Baschung (Sz) 6:59,60. 2. Polomski/Drab (Pol) 7:00,51. 3. Loff/Erdmann (D) 7:04,88. 4. Winkert/Weimann (D) 7:05,89. 5. Odriscoll/Turlough (Irl) 7:07,05. 6. Krümmling/Reichelt (D) 7:07,92.

Rudern: Internationale Junioren-Regatta München (D) – Resultate 2. Regattatag (So, 9. Mai 2010)
Junioren. Vierer mit Steuermann (Final): 1. Schweiz (Alex Plüss, Markus Kessler, Augustin Maillefer, Louis Margot). 6:39,74. 2. Deutschland, 6:42,20. 3. Deutschland 6:43,47.
Vierer ohne Steuermann (1. Serie): 1. Spanien 6:23,64. 2. Deutschland 6:27,30. 3. Schweiz (Alex Plüss, Markus Kessler, Augustin Maillefer, Louis Margot) 6:32,27. 4. Polen 6:38,09. 5. Oesterreich 6:40,61. 6. Russland 6:41,37.