U23-WM Amsterdam: Kein Schweizer Exploit zum Abschluss

  U23-WM Amsterdam: Kein Schweizer Exploit zum Abschluss

Heute Sonntag gingen die Rennen der diesjährigen U23-Weltmeisterschaft für die Schweizer Boote mit den B-Finals zu Ende. Die Rennen wurden im strömenden Regen und bei stürmischen Verhältnissen ausgetragen. Wie bereits am Vortag wurde die Bahnverteilung seitens des Weltruderverbandes FISA angepasst, so dass die besten Mannschaften aus den Halbfinals auf den vom Wind bevorzugten Bahnen rudern konnten. Keinem der vier Schweizer Boote ist heute ein Exploit gelungen. Im Doppelzweier erreichten Marcel Härdi und Joel Horni als heutige Schweizer Bestleistung einen 10. Schlussrang. Der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Benedikt Hegglin und Luca Fabian wurde Elfter, während der schwere Doppelvierer und Leichtgewichts-Skifferin Eliane Baumberger jeweils im zwölften Rang klassiert wurden. Die Schweizer Boote ruderten allesamt auf den wenig vorteilhaften Innenbahnen und bekundeten mit den hohen Wellen teilweise Mühe.

Kurzbilanz aus Schweizer Sicht
Mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer erlebte der Schweizer Rudersport in der Kategorie U23 den ersten Medaillengewinn seit drei Jahren. Das ist eine positive Entwicklung und der verdiente Lohn für die erfolgreiche Mannschaft. Die anderen Schweizer Boote klassierten sich in den Rängen zehn bis zwölf. Damit liegt die Schweizer Delegation eher unter den Erwartungen. Top 10-Klassierungen aller Boote war die Zielvorgabe des Schweizerischen Ruderverbandes. Auch wenn die WM bei teilweise unfairen und schwierigen Wasserverhältnissen ausgetragen wurde sowie die Entscheidungen teilweise denkbar knapp waren, darf der Medaillengewinn vom Samstag nicht über das Gesamtabschneiden hinwegtäuschen. Die Analyse der Resultate muss pro Ruderer und Boot differenziert erfolgen.

Resultate
Rudern: U23-Weltmeisterschaften Amsterdam (Niederlande), 5. Regattatag (So, 24. Juli 2011)
Männer
Doppelzweier Leichtgewichte, Final B (Ränge 7-12):
1. Matyasovszki/Pozsar (Un) 6:24,86. 1. Coombes/Murty (Gb) 6:25,06. 3. Cabla/Viktora (Tsch) 6 :29,03. 4. Poysat/Brys (Bel) 6 :33,65. 5. Benedikt Hegglin/Luca Fabian (Sz) 6:33,70. 6. Correia Carvalho/Carraco (Por) 6:39,68.

Doppelzweier, Final B (Ränge 7-12): 1. Rudelj/Rubinjoni (Kro) 6:24,17. 2. Verita/Igneri (It) 6:24,95. 3. Banfi/Thon (Nor) 6:29,59. 4. Marcel Härdi/Joel Horni (Sz) 6:31,75. 5. Radzko/Dziameshka (WRuss) 6:31,87. 6. Van Durme/Vandenbussche (Bel) 6 :36,71.

Doppelvierer, Final B (Ränge 7-12): 1. Russland (Ustelemov, Bashkatov, Pribyl, Mikhaylevskiy) 5:47,70. 2. Estland (Laos, Kuslap, Anderson, Neerot) 5:49,03. 3. Neuseeland (Cohen, Kennedy, Wright, Flannery) 5:51,91. 4. Polen (Marzec, Chrustowski, Zajkowski, Wicenciak) 6:00,30. 5. Spanien (Hidalgo, Carazo Tobar, Ruiz Garcia, Padilla Camara) 6:00,51. 6. Schweiz (Yanick Zeder, Markus Kessler, David Aregger, Romain Loup) 6:03,01.

Frauen
Einer Leichtgewichte, Final B (Ränge 7-12):
1. Gabriela Mosqueira (Par) 7 :44,38. 2. Anna Ioannou (Zyp) 7:48,94. 3. Camille Leclerc (Fr) 7:53,95. 4. Teodora Gesheva (Bul) 7:53,99. 5. Kate Johnston (Südafr) 7:59,04. 6. Eliane Baumberger (Sz) 8:13,47.

Amsterdam, 24. Juli 2011 / Christian Stofer