Weltcup Luzern: Solide Schweizer Boote und 6 Weltbestzeiten

  Weltcup Luzern: Solide Schweizer Boote und 6 Weltbestzeiten

Auf dem Rotsee fanden heute Vormittag hochklassige Vorlaufrennen der besten Mannschaften der Welt statt. Zudem gab es zahlreiche Weltbestzeiten, da auf dem Rotsee ideale Mitwindverhältnisse herrschten. Zudem realisierte der Schweizer Doppelvierer eine neue Schweizer Bestzeit und wurde im Vorlauf Dritter. Der leichte Vierer-ohne sowie Frédéric Hanselmann qualifizierten sich direkt für die Halbfinals. Der Doppelvierer und Pamela Weisshaupt stehen im Hoffnungslauf. Dimitri Weitnauer und Samuel Annen stehen im Einer im Viertelfinale. Insgesamt wurden sechs Weltbestzeiten und ein Schweizer Rekord aufgestellt.

Flotter Auftritt des Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte
Der Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte mit Mario Gyr (Seeclub Luzern), Simon Niepmann (Seeclub Zürich), Simon Schürch (Seeclub Sursee) und Neo-Bugmann Valentin Gmelin (Ruderclub Uster) hat in seinem ersten Rennen seit der Regatta in Piediluco von Mitte April in einem sehr umkämpften Vorlauf hinter Südafrika und Dänemark, aber vor den beiden Booten aus Deutschland den guten dritten Rang erreicht. Damit ist der von Headcoach Simon Cox gecoachten Mannschaft ein guter Einstieg in die Regatta gelungen. Insbesondere hat die Mannschaft einen guten Streckenschlag gefunden, resümierte Schlagmann Mario Gyr kurz nach dem Rennen. Damit ist das Schweizer Quartett direkt für das Halbfinale vom Samstagnachmittag qualifiziert. Ebenfalls im Halbfinale aus den beiden anderen Vorläufen sind die Boote aus China und Australien als Vorlaufsieger sowie die Kombinationen aus Grossbritannien, Frankreich, Tschechien und Japan. Ein dritter Rang genügte für die direkte Halbfinalqualifikation.

Schweizer Bestzeit für den Männer-Doppelvierer
In der Konkurrenz der Männer-Doppelvierer hat es nur sehr schnelle Boote auf dem Rotsee am Start. Der Schweizer Doppelvierer mit André Vonarburg (Seeclub Sempach), Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen), Florian Stofer (Seeclub Sempach) und Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron) wurde im Vorlauf hinter den WM-Dritten aus Kroatien und Vizeweltmeister Deutschland Dritter und liess die Boote aus Polen und Ukraine hinter sich. Der Schweizer Doppelvierer startete gegenüber dem Weltcupauftakt vor drei Wochen in Belgrad stark verbessert und konnte sich mit zunehmender Renndauer erneut steigern und einige Plätze gut machen. Dass am Schluss mit der Zeit von 5:40,44 auch eine neue Schweizer Bestzeit in dieser Bootsklasse resultierte, war ein angenehmer Nebeneffekt. Die bislang bestehende Schweizer Bestzeit aus dem Jahre 1999 ebenfalls auf dem Rotsee aufgestellt, wurde um 1,18 Sekunden unterboten.

Frédéric Hanselmann im Vorlauf direkt weiter
Im Skiff der Leichtgewichts-Männer ist Frédéric Hanselmann (Lausanne Sports) direkt weitergekommen. Ein zweiter Rang hinter dem Briten Adam Freeman-Pask bedeutete die direkte Halbfinalqualifikation im Feld der 18 teilnehmenden Boote. Frédéric Hanselmann hatte dabei die restlichen Konkurrenten aus Frankreich, Mexiko, Deutschland und Ägypten. Das Halbfinale in dieser Bootsklasse findet am Samstagmorgen statt. Die Finalrennen in den nicht-olympischen Bootsklassen sind auf den Samstagabend terminiert.


Pamela Weisshaupt via den Hoffnungslauf ins A-Final
Im Skiff der Leichtgewichtsfrauen startete Pamela Weisshaupt (Seeclub Küsnacht) in einer stark besetzten Vorlauf-Serie. Nach einem Blitzstart Deutschlands war es die Österreicherin Taupe, welche den Lauf für sich zu entscheiden vermochte. Pamela Weisshaupt entschied nach 750 Metern, dass sie den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen will und ruderte kontrolliert auf dem dritten Platz ins Ziel. Im Hoffnungslauf lief Pamela Weisshaupt dank keine Zweifel aufkommen und führte den Hoffnungslauf während der ganzen Renndauer an. Schliesslich holte sie sich die Finalqualifikation vor der Italienerin Marasca und der Belgierin Peleman. Weisshaupt und Marasca qualifizierten sich für den A-Final.

Dimitri Weitnauer mit solidem Vorlauf
Dimitri Weitnauer (Ruderclub Thalwil) ruderte in seinem Skiff-Vorlauf auf den guten dritten Platz hinter dem Litauer Griskonis und den Chinesen Zhang. Weitnauer blieb erstmals in seiner Karriere unter der magischen Grenze von 7 Minuten und qualifizierte sich damit sicher für das Viertelfinale. Ebenfalls im Viertelfinale steht Samuel Annen (See-Club Zug), der als Ersatzmann des Doppelvierers ebenfalls im Einer antrat.

Sechs Weltbestzeiten
Der Rotsee bot den weltbesten Ruderinnen und Ruderern aus 48 Nationen heute auch die Gelegenheit Weltklassezeiten zu rudern. Dank des starken Biswind wurden im Verlaufe der Vorläufe nicht weniger als sechs Weltbestzeiten aufgestellt. Sowohl im Achter und Doppelvierer der Männer und Frauen wurden die bisherigen Weltbestzeiten verbessert. Insbesondere ins Auge sticht die Fabelzeit des britischen Super-Vierers im Männer Vierer-ohne, der den bisherigen Rekord um rund 3.5 Sekunden unterbot. Im Rudersport wird aufgrund der Abhängigkeit von äusseren Bedingungen grundsätzlich von Weltbestzeiten gesprochen und nicht von Weltrekorden.


Resultate.
Rudern: Samsung World Rowing Cup Regatta (Schweiz) – Resultate 1. Regattatag (Fr, 25. Mai 2012)
Skiff Frauen Leichtgewichte (1. Vorlauf):
1. Taupe-Traer (Ö) 7:36,82. 2. Pless (De) 7:50,68. 3. Pamela Weisshaupt (Sz) 7:53,63. 4. Peleman (Be) 8:00,27. 5. Kalstroem (Sd) 8:03,97. 6. Geentjens (Be) 8 :19,98.

Skiff Frauen Leichtgewichte (2. Hoffnunglauf): 1. Pamela Weisshaupt (Sz) 7:42,47. 2. Marasca (I) 7:44,14. 3. Peleman (Be) 7:46,37. 4. Ioannou (Zyp) 7:51,32. 5. Hayashi (Jap) 8:00,30. Pamela Weisshaupt damit im A-Final.

Skiff Männer Leichtgewichte (1. Vorlauf): 1. Freeman-Pask (Gb) 7:02,80. 2. Frédéric Hanselmann (Sz) 7:07,11. 3. Piqueras (Fr) 7:13,56. 4. Jimenez (Mex) 7:17,91. 5. Schützeberg (De) 7:19,51. 6. Massouc (Ägy) 7:23,03. Frédéric Hanselmann damit im Halbfinale.

Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte (2. Vorlauf): 1. Südafrika 5:57,65. 2. Dänemark 5:58,82. 3. Schweiz (Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch, Valentin Gmelin) 5:59,89. 4. Deutschland 1 6:07,22. 5. Deutschland 2 6:13,56. Schweiz damit im Halbfinale.

Skiff Männer: 2. Vorlauf: 1. Hacker (De) 6:47,18. 2. Brodowski (De) 6:56,51. 3. Vasquez (Chi) 6:59,30. 4. Lopez (El Salv)7:08,81. 5. Samuel Annen (Sz) 7:15,22. 3. Vorlauf: 1. Griskonis (Lit) 6:50,52. 2. Zhang (China) 6:54,04. 3. Dimitri Weitnauer (Sz) 6:57,41. 4. Nishimura (Jap) 7:15,68. Annen und Weitnauer somit im Viertelfinale.

Doppelvierer (1. Vorlauf): 1. Kroatien 5:35,10. 2. Deutschland 5:38,33. 3. Schweiz (André Vonarburg, Nico Stahlberg, Florian Stofer, Augustin Maillefer) 5:40,44. 4. Polen 5:44,15. 5. Ukraine 5:46,95. Schweiz damit im Hoffnungslauf und mit neuer Schweizer Bestzeit.

Mehr Informationen und detaillierte Resultate sind unter www.worldrowing.com zu finden.


Luzern, 25. Mai 2012/cs.