Weltcup München: Leichter Vierer auf dem fünften Schlussrang

  Weltcup München: Leichter Vierer auf dem fünften Schlussrang

Der Leichtgewichts-Vierer mit Mario Gyr, Simon Niepmann, Valentin Gmelin und Simon Schürch hat im Finale der Weltcup-Regatta in München nach zwischenzeitlicher Führung im Rennen den fünften Platz erreicht. Bei Streckenhälfte lag das Schweizer Boot an der Spitze des Feldes und lieferte ein ausgezeichnetes Finalrennen ab. Der Männer-Doppelvierer mit Nico Stahlberg, André Vonarburg, Augustin Maillefer und Florian Stofer beendete die Regatta auf dem neunten Rang.

Die Finalrennen auf der Olympia-Regattastrecke fanden bei spürbarem Gegenwind statt, zudem war es auch weniger heiss als bei den Halbfinals. Vier Schweizer Boote standen heute am Start, deren drei in den B-Finals und ein Boot im A-Finale.

Leichter Vierer führte bei Streckenhälfte und wurde Fünfter
Im Finalrennen der Leichtgewichts-Vierer starteten Mario Gyr, Simon Niepmann, Valentin Gmelin und Simon Schürch gegen Grossbritannien, Dänemark, Tschechien, Frankreich und Australien. Nach einem technischen Fehlstart – die Startanlage funktionierte nicht korrekt – verzögerte sich der Start zum Finale. Die Schweizer Mannschaft meisterte diese unvorhergesehene Situation gut und zeigte einen guten Start. Bei Streckenviertel waren es die Dänen, welche die Führung innehatten. Die Schweiz mit einem Meter Rückstand auf Rang drei. Auf dem zweiten Streckenviertel schob sich die Bugspitze der Schweizer immer weiter nach vorne und die Streckenhälfte hatten die Schweizer als Erste erreicht. Danach waren es die favorisierten Briten, welche zu einem gewaltigen Druckspurt ansetzten und sich vom Rest des Feldes entscheidend absetzen konnten. Im Endspurt kamen die Schweizer dann von den Booten aus Dänemark, Australien und Frankreich unter Druck und es kam zu einem eng umkämpften Endspurt. Grossbritannien siegte vor Australien. Beim Sprint um Platz drei lagen drei Boote innerhalb einer Sekunde, wobei Dänemark den Bronzeplatz holte vor Frankreich und der Schweiz. Tschechien blieb Rang sechs. Das Schweizer Boot qualifizierte sich erneut für das A-Finale und war in diesem Rennen mitprägend, dies im Gegensatz zum Finalrennen in Luzern vor drei Wochen. Damit hat die Mannschaft eine ausgezeichnete Ausgangslage für die Olympische Regatta geschaffen und tritt das Trainingslager mit der Gewissheit an, mit den besten Booten mitzuhalten. In einer Woche wird der verletzte Lucas Tramèr zur Stammmannschaft zurückkehren, nachdem er sich nun im Einer wieder an die Ruderbewegung gewöhnt hat. Lucas Tramèr wurde an den Sehnenfächern beider Hände operiert und befindet sich nun im Wiederaufbau und kann schmerzfrei trainieren. Physisch befindet er sich in bester Verfassung.

Neunter Rang für den Doppelvierer
Der Männer-Doppelvierer mit Neo-Schlagmann Nico Stahlberg, André Vonarburg, Augustin Maillefer und Florian Stofer beendete die Regatta hinter Italien und Neuseeland, aber vor zwei tschechischen Booten und Frankreich auf Rang neun. Der Doppelvierer hatte in seinem Rennen gute Phasen, wo das Boot so richtig ins Gleiten kam. Auch die Startphase ist der Schweizer Mannschaft gut gelungen. In den kommenden Wochen wird es für den Doppelvierer darum gehen, diese guten Phasen zu einem kompletten guten Rennen zusammenzukriegen. Die Abstände in dieser Bootsklasse sind nicht gross und wenn es dem Schweizer Boot gelingt, in den entscheidenden Rennphasen, zum Beispiel auf den zweiten 500 Metern, den Kontakt mit den besten Booten zu halten, kommt die Schweizer Mannschaft auf Augenhöhe in die letztlich entscheidenden Schlussspurts.

Für den Leichtgewichts-Doppelzweier mit Eliane Waser und Olivia Wyss gab es einen achten Schlussrang und sie konnten die Regatta mit einem verbesserten Rennen abschliessen. Skiffier Dimitri Weitnauer hatte in den Vorrennen etwas viel Kraft gebraucht, um sich ins Halbfinale zu rudern und schloss die Regatta auf Rang 11 ab.

Die heutigen Finalrennen waren die letzten Weltcup-Rennen in München. München wird in den kommenden zwei Jahren keine Weltcup-Rennen mehr austragen. Aus Schweizer Sicht stechen der gestrige Sieg von Pamela Weisshaupt im Skiff der Frauen Leichtgewichte sowie der fünfte Rang im Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte hervor. Die beiden für die Olympischen Spiele selektionierten Boote werden in den kommenden sechs Wochen ihre Olympia-Form aufbauen und sich in Sarnen und Libourne vorbereiten.

Resultate.
Rudern: Samsung World Rowing Cup Regatta in München (Deutschland) – Resultate 3. Regattatag (So, 17. Juni 2012)
Frauen:
Doppelzweier Leichtgewichte (Final B, Ränge 7-12):
1. Watson/Every-Hall (Aus) 7:42,56. 2. Eliane Waser/Olivia Wyss (Sz) 7:48,78. 5. Rohner/Kraljev (Arg) 7:52,48. 4. De Assis/Beltrame (Bra) 7:54,12. 5. Kim/Kim (Südk) 7:57,67. 6. Nakayama/Suehiro (Jap) 8:00,27.

Männer:
Skiff Männer (Final B, Ränge 7-12):
1. Trzybinski (De) 7:22,05. 2. Cabrera (Mex) 7:26,11. 3. Obreno (Be) 7:26,84. 4. Iwan (Arg) 7:28,22. 5. Dimitri Weitnauer (Sz) 7:28,86. 6. Hassanein (Ägy) 7:45,14.

Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte (Final A, Ränge 1-6): 1. Grossbritannien 6:16,34. 2. Australien 6:18,81. 3. Dänemark 6:19,49. 4. Frankreich 6:19,97. 5. Schweiz (Mario Gyr, Simon Niepmann, Valentin Gmelin, Simon Schürch) 6:20,42. 6. Tschechien 6:23,55.

Doppelvierer (Final B, Ränge 7-12): 1. Italien 2, 6:04,19. 2. Neuseeland 6:09,44. 3. Schweiz (Nico Stahlberg, André Vonarburg, Augustin Maillefer, Florian Stofer) 6:10,29. 4. Tschechien 2, 6:11,69. 5. Frankreich 6:12,99. 6. Tschechien 1, 6:18,12.

Mehr Informationen und detaillierte Resultate sind unter www.worldrowing.com zu finden.

München, 17. Juni 2012/cs.