André Vonarburg tritt zurück

  André Vonarburg tritt zurück

Nach seiner vierten Teilnahme an Olympischen Spielen hat sich André Vonarburg (34) entschieden dem Spitzensport den Rücken zu kehren. 21 Jahre nach seinem ersten Start an einer Ruderregatta tritt eines der Aushängeschilder des Schweizerischen Ruderverbandes zurück.

„Ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens dem Rudersport gewidmet. Es war eine wundervolle Zeit. Aber nun ist der Moment gekommen, mich meiner beruflichen Karriere zu widmen.“, meint der Ruderer vom Seeclub Sempach. Nach drei Medaillen an Junioren- und U23-Weltmeisterschaften und dem Gewinn des Gesamt-Weltcups 1999 im Doppelvierer, qualifizierte sich André Vonarburg als 22-Jähriger zum ersten Mal für die Olympischen Spiele in Sydney, bei denen er mit dem fünften Platz das erste Olympiadiplom gewann. Es folgten zwei weiteren Olympiateilnahmen im Einer (8. Rang 2004 und 9. Rang 2008) und der Vizeeuropameistertitel im Doppelzweier mit seinem Clubkameraden Florian Stofer 2009. Mit der vierten Olympiateilnahme in London diesen Sommer (12. Rang) beendet André Vonarburg nun seine Karriere.

„Der Schweizer Rudersport wurde in den letzten 12 Jahren direkt mit dem Namen von André Vonarburg verbunden. Vier Olympiateilnahmen in einer Ausdauersportart ist in der Schweiz eine Seltenheit. Wir sind froh, dass André dem Schweizer Rudersport so lange erhalten geblieben ist und danken ihm für den langjährigen Einsatz. Wir sind auch überzeugt, dass der Übertritt von der Sport- in die Arbeitswelt gut vorbereitet ist.“ würdigt Christian Stofer, Direktor im Schweizerischen Ruderverband, den nun abtretenden Spitzensportler. Seit anfangs September arbeitet der Vater der zehn Monate alten Tochter Amélie bei der KPMG als angehender Wirtschaftsprüfer in Root.

„Es ist mir ein grosses Anliegen, all jenen zu danken, die mich in den vergangenen Jahren in irgendeiner Art und Weise unterstützt haben. Namentlich meiner Frau Sylvia, meiner ganzen Familie, meinem langjährigen Trainer Reto Wyss, meinem Sportwissenschaftler Claudio Perret von der Sportmedizin Nottwil, meinen Sponsoren, ganz speziell Jürg Ernst von SUVAliv und Jörg Sperl von der Expomedia AG, Swiss Olympic, der Stiftung Sport Heart, meinem Gönnerverein, dem Seeclub Sempach, dem Schweizerischen Ruderverband, all meinen Trainern und Bootspartnern und der Armee, die mir während der letzten zwei Jahre eine 50%-Anstellung als Zeitsoldat ermöglicht hat.“

André Vonarburg wird am kommenden Samstag, 6. Oktober 2012 mit seinen Kollegen vom Ruder-Olympiateam London am Achterrennen Red Bull XRow von Zug nach Luzern teilnehmen. Die Boote werden kurz nach 16:00 Uhr im Ziel in Luzern nahe der Jesuitenkirche erwartet. André steht den Medien dann für allfällige Interviews zur Verfügung.

Sarnen, 4. Oktober 2012/cs.

>> Bildergalerie über André Vonarburg von R. Nadler