EM Sevilla: Niepmann/Tramèr im Finale und zwei EM-Bestzeiten

  Guter Auftakt für das Schweizer Team in Sevilla

Simon Niepmann und Lucas Tramèr qualifizierten sich im Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte mit einem klaren Vorlaufsieg und neuer EM-Bestzeit für das Finale vom Sonntag. Ebenfalls eine EM-Bestzeit, nur drei Sekunden über der Weltbestzeit, wurde für Mario Gyr und Simon Schürch im Leichtgewichts-Doppelzweier registriert. Sie gewannen ihren Hoffnungslauf überzeugend und rudern morgen im Halbfinal. Mit Michael Schmid im Leichtgewichts-Einer, dem Doppelvierer Männer sowie dem Doppelzweier Frauen Leichtgewichte stehen drei weitere Boote im Halbfinal von morgen Samstag.

35 Nationen nehmen an der Europameisterschaft in der andalusischen Metropole Sevilla teil. Der Guadalquivir bietet den rund 550 Athletinnen und Athleten eine erstklassige Regattastrecke. Die Rennen wurden bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad ausgetragen. Ein idealer Mitwind sorgte zudem abschnittsweise für schnelle Zeiten. So erzielten die beiden Schweizer Leichtgewichts-Zweier jeweils eine EM-Bestzeit. Simon Niepmann und Lucas Tramèr gelang dies mit der Zeit von 6:46,25 Minuten im Vorlauf, während ihre Teamkollegen Mario Gyr und Simon Schürch im Hoffnungslauf nachzogen und mit 6:13,13 Minuten eine international sehr beachtenswerte Zeit erzielten.

Guter Auftakt für das Schweizer Team am ersten Wettkampftag
Dem Schweizer Team gelang in Sevilla am ersten Wettkampftag ein guter Auftakt in die Europameisterschaft 2013. Mit einem nie gefährdeten Vorlaufsieg zogen Simon Niepmann (Seeclub Zürich) und Lucas Tramèr (CA Vésenaz) im Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte direkt in den A-Final vom Sonntag ein. Für die anderen Schweizer Boote ging es heute Freitag um die Qualifikation für die Halbfinals. Mario Gyr (Seeclub Luzern) und Simon Schürch (Seeclub Sursee) starteten erstmals im Leichtgewichts-Doppelzweier und erwischten im Vorlauf nicht ihr bestes Rennen. Sie erzielten den dritten Platz. Da nur ein Boot des Vorlaufs direkt das Halbfinale erreichte, mussten sie am Freitagnachmittag im Hoffnungslauf erneut um den Halbfinaleinzug antreten. Dieser Hoffnungslauf hatte es in sich, waren doch mit Oesterreich, Ungarn und Deutschland ausnahmslos sehr kompetitive Boote am Start. Der deutsche Doppelzweier wurde in diesen Hoffnungslauf zugeteilt, obwohl er seinen Vorlauf gewonnen hatte. Da jedoch bei der Bootswaage das deutsche Boot rund 100 Gramm zu leicht war, wurde es zu den Schweizern in den Hoffnungslauf zugewiesen. Mario Gyr und Simon Schürch fanden im Hoffnungslauf besser zusammen als am Vormittag im Vorlauf und führten das Rennen vor Oesterreich, Deutschland und Ungarn jederzeit an. Bei allen Zwischenzeiten tauchten die Schweizer als Erste auf und so sicherten sie sich die Halbfinalqualifikation vor Oesterreich, Deutschland und Ungarn.

Drei weitere Schweizer Boote haben die Halbfinals via die Vorläufe erreicht. Michael Schmid (Seeclub Luzern) im Skiff Leichtgewichte vermochte seinen Lauf zu gewinnen und brachte sich so in eine gute Ausgangslage, damit er morgen Samstag um die Finalqualifikation mitrudern kann. Der Doppelvierer in der Besetzung Barnabé Delarze, Augustin Maillefer (beide Lausanne Sports Aviron), Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen) und David Aregger (Ruderclub Schaffhausen) zeigte ein ansprechendes Rennen und lieferte sich mit dem ukrainischen Boote während des gesamten Rennens ein Bord an Bord Rennen. Olympiasieger Deutschland gewann vor der Ukraine und der Schweiz, während Spanien in den Hoffnungslauf verwiesen wurde. Das Schweizer Boot wird am Samstag im Halbfinal gegen Slowenien, Deutschland, Polen, Russland und Tschechien antreten und noch einen Zacken zulegen müssen, damit im engen Verteilkampf um die drei Finaltickets mitgerudert werden kann. Ebenfalls einen dritten Rang erreichten Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) und Patricia Merz (See-Club Zug) im Doppelzweier Frauen Leichtgewichte. Die beiden U23-Ruderinnen zeigten ein gutes Rennen und qualifizierten sich hinter Deutschland und Schweden für das Halbfinale.

Nach einem fünften Vorlaufrang muss der neu formierte Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte mit Silvan Zehnder (Seeclub Zürich), Daniel Wiederkehr (Ruderclub Baden), Vincent Giorgis (Lausanne Sports Aviron) und François Gallot (GC Zürich) am Samstag im Hoffnungslauf um den Finaleinzug rudern. Doppelvierer-Ersatzmann Roman Röösli (Seeclub Sempach), der im Einer seine Rennen bestritt, war ohne Chance auf das Halbfinale und bestreitet am Samstag das Platzierungsrennen um die Ränge 13 bis 18.

Die Startzeiten der Schweizer Boote am Samstag, 1. Juni 2013:

09:28 Uhr Halbfinal Skiff Leichtgewichte Männer Michael Schmid
10:03 Uhr Halbfinal Doppelzweier Leichtgewichte Männer Gyr / Schürch
10:17 Uhr Halbfinal Doppelzweier Leichtgewichte Frauen Rol / Merz
10:59 Uhr Halbfinal Doppelvierer Männer Delarze/Stahlberg/Maillefer/Aregger
11:34 Uhr Hoffnungslauf Vierer ohne Stm. Leichtgewichte Zehnder/Wiederkehr/Giorgis/Gallot
12:51 Uhr Final C (Ränge 13-18) Skiff Männer Roman Röösli

Resultate von Rennen mit Schweizer Beteiligung.
Rudern: Europameisterschaft Sevilla (Spanien) – 31. Mai 2013

Frauen
Doppelzweier Leichtgewichte (3. Vorlauf):
1. Müller/Noske (De) 7:23,15. 2. Lilja/Fred (Sd) 7:25,52. 3. Frédérique Rol/Patricia Merz (Sz) 7:30,01. 4. Pazderkova/Sirerova (Tsch) 7:45,62. Merz/Rol damit direkt im Halbfinale vom Samstag.

Männer
Skiff Leichtgewichte (1. Vorlauf): 1. Michael Schmid (Sz) 7:16,52.
2. Giannaros (Griech) 7:16,90. 3. Hrvat (Slo) 7:24,57. 4. Stanojevic (Ser) 7:30,92. 5. Aymerich (Sp) 7:37,98. Michael Schmid damit direkt im Halbfinale vom Samstag.

Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte (1. Vorlauf): 1. Simon Niepmann/Lucas Tramèr (Sz) 6:46,25. 2. Vela Maggi/Sigurjorsson Benet (Sp) 6:49,32. 3. Konsolas/Afentoulis (Griech) 6:56,43. 4. Hager/Lemp (Oe) 6:57,87. 5. Revesz/Revesz (Un) 6:58,05. Niepmann/Tramèr somit direkt im A-Final vom Sonntag.

Skiff (3. Vorlauf): 1. Androdias (Fr) 7:11,41. 2. Endrekson (Fr) 7:16,67. 3. Aleksandrov (Aze) 7:19,98. 4. Roman Röösli (Sz) 7:22,99. 5. Szell (Un) 7:23,57. 6. Piatsin (WRuss) 7:30,73. Roman Röösli somit im Hoffnungslauf.
Skiff (2. Hoffnungslauf): 1. Bozhilov (Bul) 6:56,69. 2. Angelopoulos (Griech) 6:57,73. 3. Morozov (Ukr) 6:57,99. 4. Keohane (Irl) 6:58,94. 5. Roman Röösli (Sz) 7:05,56. 6. Piatsin (WRuss) 7:08,61. Roman Röösli somit im C-Final.

Doppelzweier Leichtgewichte (1. Vorlauf): 1. Delayre/Azou (Fr) 6:31,60. 2. Muda/Muda (Ho) 6:35,23. 3. Simon Schürch/Mario Gyr (Sz) 6:35,52. 4. Mikolajczewski/Jankowski (Pol) 6:40,57. 5. Kovalov/Khmara (Ukr) 6:41,19. 6. Shchelokov/Kudryavtsev (Russ) 6:42,11. Schürch/Gyr somit im Hoffnungslauf.
Doppelzweier Leichtgewichte (4. Hoffnungslauf): 1. Simon Schürch/Mario Gyr (Sz) 6:13,13. 2. Sieber/Sieber (Oe) 6:13,94. 3. Steinhübel/Hartig (De) 6:16,40. 4. Matyasovszki/Galambos (Un) 6:20,86. Schürch/Gyr somit im Halbfinal vom Samstag.

Doppelvierer Männer (2. Vorlauf): 1. Deutschland 5:55,54. 2. Ukraine 5:56,75. 3. Schweiz (David Aregger, Augustin Maillefer, Nico Stahlberg, Barnabé Delarze) 5:57,22. 4. Spanien 6:05,68. Schweiz damit direkt im Halbfinale vom Samstag.

Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte (1. Vorlauf): 1. Dänemark 5:59,70. 2. Tschechien 6:05,19. 3. Italien 6:08,34. 4. Polen 6:08,60. 5. Schweiz (François Gallot, Vincent Giorgis, Daniel Wiederkehr, Silvan Zehnder) 6:16,09. 6. Ungarn 6:22,38. Schweiz damit im Hoffnungslauf.

Mehr Informationen zur EM in Sevilla: www.worldrowing.com

Sevilla, 31. Mai 2013/cs.