Vier Schweizer Boote stehen in den EM-Finals in Sevilla

  Vier Schweizer Boote stehen in den EM-Finals in Sevilla

Am Samstagvormittag erreichten drei weitere Schweizer Boote via die Halbfinals die Finalrennen von morgen Sonntag. Somit stehen vier der sieben Schweizer Boote in den A-Finals. Nebst dem bereits gestern qualifzierten Zweier-ohne Niepmann/Tramèr zogen der Männer-Doppelvierer, der Leichtgewichts-Doppelzweier Schürch/Gyr sowie Leichtgewichts-Skiffier Michael Schmid in das A-Finale ein. Das Schweizer Team hat sich somit in eine gute Ausgangslage gebracht.

Heute Morgen erwarteten die Athleten wiederum warme Temperaturen, aber dieses Mal mit einem starken Gegenwind im Nacken, der zu langen Rennen und langsamen Fahrzeiten führte. Heftige Böen fegten zudem über die Regattabahn, welche von den Athletinnen und Athleten viel technisches Können abverlangten.

Simon Schürch/Mario Gyr mit sicherem Finaleinzug
Der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Simon Schüch (Seeclub Sursee) und Mario Gyr (Seeclub Luzern) ruderte im Halbfinal erneut überzeugend und lag jederzeit auf einer finalberechtigten Platzierung. Zusammen mit Norwegen lieferten sich die beiden Schweizer während der Strecke ein Duell, eine knappe Länge hinter dem favorisierten Boot aus Frankreich. Im Ziel lag Frankreich eine knappe Bootsänge vor Schürch/Gyr, welche wiederum eine knappe Bootslänge vor Norwegen als Zweite die Ziellinie kreuzten. Aus dem anderen Halbfinale stossen Italien, Österreich und Griechenland zu den Franzosen, Norwegern und Schweizern für das Finale dazu.

Michael Schmid ebenfalls überzeugend
Leichtgewichts-Skiffier Michael Schmid (Seeclub Luzern) konnte nach seinem gestrigen Vorlaufsieg zuversichtlich zum Halbfinale antreten. Auch er lag in jeder Phase des Rennens entweder auf dem zweiten oder dritten Rang und sicherte sich so den Finaleinzug mit einer sicheren und guten Fahrt bei schwierigen Ruderbedingungen. Das Rennen war geprägt dadurch, dass zuerst der lange Zeit führende Spanier und später auch der stark aufkommende Slowene den „Hammermann“ zu spüren kamen und von einem Schlag auf den anderen dem starken Gegenwind Tribut zollen mussten. Letztlich waren es die drei favorisierten Boote aus Portugal, Italien und Schweiz, welche sich die Finalplätze sicherten. Michael Schmid sicherte sich Halbfinalrang zwei hinter Portugal, aber rund eine Bootslänge vor Italien. Im Finale trifft Michael Schmid nebst Italien, und Portugal auch auf die Boote von Dänemark (Weltmeister), Griechenland und Deutschland.

Flotter Auftritt des Schweizer Doppelvierers mit Finalqualifikation belohnt
Eine Stärke des neu zusammengesetzten Doppelvierers ist der schnelle Start. Und genau diese Stärke spielte das Schweizer Boot auch heute trotz dem heftigen Gegenwind wieder aus. Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron), Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen), Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron) und David Aregger (Ruderclub Schaffhausen) führten das Feld nach 500 Metern an. Zusammen mit Deutschland und Polen konnte sich das Schweizer Boot absetzen und so lag der Schweizer Doppelvierer immer zwischen Rang eins und drei im Finalbereich. Das als stark eingeschätzte slowenische Boot konnte das Tempo nur auf den ersten drei Vierteln der Strecke mitgehen und war dann in der Schlussphase ebenso chancenlos auf einen Finalplatz wie Rumänien und Tschechien. Deutschland gewann rund eine Sekunde vor Polen und knappe zwei Sekunden vor der Schweiz. Alle drei Boote rudern morgen zusammen mit Kroatien, Ukraine und Italien im A-Finale.

Der U23-Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen mit Patricia Merz (Seeclub Zug) und Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) kämpfte um den Anschluss, erreichte letztlich Rang fünf und wurde damit in den B-Final, das Rennen um die Ränge 7 bis 12, verwiesen. Gleiches gilt für den neu formierten Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte mit Silvan Zehnder (Seeclub Zürich), Vincent Giorgis (Lausanne Sports Aviron), Daniel Wiederkehr (Ruderclub Baden) und François Gallot (GC Zürich), welcher in seinem Hoffnungslauf den fünften Platz belegte und somit ohne Chance auf eine Finalteilnahme war.

Die Startzeiten der Schweizer Boote am Sonntag, 2. Juni 2013:

Final A
10:33 Uhr Final Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte Niepmann / Tramèr
11:03 Uhr Final Skiff Leichtgewichte Männer Michael Schmid
11:48 Uhr Final Doppelzweier Leichtgewichte Männer Gyr / Schürch
12:48 Uhr Final Doppelvierer Männer Delarze/Stahlberg/Maillefer/Aregger

Final B
09:26 Uhr Final B Doppelzweier Leichtgewichte Frauen Rol / Merz
10:02 Uhr Final B Vierer ohne Stm. Leichtgewichte Zehnder/Wiederkehr/Giorgis/Gallot

Resultate von Rennen mit Schweizer Beteiligung.
Rudern: Europameisterschaft Sevilla (Spanien) – 1. Juni 2013

Frauen
Doppelzweier Leichtgewichte (1. Halbfinal):
1. Milani/Sancassani (It) 8:04,05. 2. Müller/Noske (De) 8:04,77. 3. Pultz/Olsen (Dä) 8:09,09. 4. Woerner/Jansen (Ho) 8:10,48. 5. Frédérique Rol/Patricia Merz (Sz) 8:24,78. 6. Pazderkova/Sirerova (Tsch) 8:38,80.
Doppelzweier Leichtgewichte (2. Halbfinal): 1. Lilja/Fred (Sd) 8:13,55. 2. Welna/Deresz (Pol) 8:15,33. 3. Stepochkina/Varfolomeeva (Russ) 8:18,39. 4. Peleman/Geentjens (Bel) 8:28,01. 5. Kryvasheyenka/Liaskova (WRuss) 8:28,01. 6. Garcia Mulet/Santos (Sp) 8:29,83.
Merz/Rol damit im B-Finale (Ränge 7-12) vom Sonntag.

Männer
Skiff Leichtgewichte (1. Halbfinal):
1. Fraga (Por) 7:56,62. 2. Michael Schmid (Sz) 7:59,46. 3. Molteni (It) 8:01,64. 4. Hrvat (Slo) 8:08,47. 5. Aymerich (Sp) 8:16,79. 6. Kusku (Tür) 8:25,80.
Skiff Leichtgewichte (2. Halbfinal): 1. Stephansen (Dä) 7:56,51. 2. Giannaros (Griech) 7:59,73. 3. Koch (De) 8:01,09. 4. Stanojevic (Ser) 8:02,83. 5. Goisset (Fr) 8:20,11. 6. Vasilev (Bul) 8:26,44. Michael Schmid damit im A-Michael Schmid damit im A-Final vom Sonntag.

Doppelzweier Leichtgewichte (1. Halbfinal): 1. Delayre/Azou (Fr) 7:11, 37. 2. Simon Schürch/Mario Gyr (Sz) 7:13,56. 3. Brun/Strandli (Nor) 7:15,63. 4. Shchelokov/Kudryavtsev (Russ) 7:22,85. 5. Mikolajczewski/Jankowski (Pol) 7:28,64. 6. Jensen/Bendtsen (Dä) 7:34, 75.
Doppelzweier Leichtgewichte (2. Halbfinal): 1. Micheletti/Ruta (It) 7:12,13. 2. Sieber/Sieber (Oe) 7:13,31. 3. Magdanis/Konsolas (Griech) 7:13,31. 4. Kovalov/Khmara (Ukr) 7:13,87. 5. Muda/Muda (Ho) 7:19,87. 6. Sonmez/Kandemir (Tür) 7:23,27.
Schürch/Gyr damit im A-Final vom Sonntag.

Doppelvierer Männer (1. Halbfinal): 1. Kroatien 6:24,33. 2. Ukraine 6:25,5. 3. Italien 6:25,96. 4. Estland 6:26,50. 5. Niederlande 6:32,80. 6. Russland 6:35,49.
Doppelvierer Männer (2. Halbfinal): 1. Deutschland 6:19,02. 2. Polen 6:20,24. 3. Schweiz (David Aregger, Augustin Maillefer, Nico Stahlberg, Barnabé Delarze) 6:20,97. 4. Slowenien 6:29,81. 5. Rumänien 6. Tschechien 6:34,29.
Schweiz damit im A-Final vom Sonntag

Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte (1. Hoffnungslauf): 1. Tschechien 6:41,56. 2. Oesterreich 6:43,61. 3. Holland 6:45,52. 4. Ungarn 6:55,82. 5. Schweiz (François Gallot, Vincent Giorgis, Daniel Wiederkehr, Silvan Zehnder) 6:58,04.
Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte (2. Hoffnungslauf): 1. Frankreich 6:40,97. 2. Italien 6:45,73. 3. Deutschland 6:50,91. 4. Polen 7:03,71.
Schweiz damit im B-Final.

Mehr Informationen zur EM in Sevilla: www.worldrowing.com

Sevilla, 1. Juni 2013/cs.