Weltcup Rotsee: Die US-Achter gewinnen die Weltcupfinale – David Aregger Vierter im B-Finale

  Weltcup Rotsee: Die US-Achter gewinnen die Weltcupfinale – David Aregger Vierter im B-Finale

Das Weltcupfinale im Einer gewann der Olympiazweite und amtierende Europameister Ondrej Synek (Tschechien) vor dem deutschen Olympiasechsten Marcel Hacker und dem Kubaner Angel Fournier Rodriguez. Im B-Final wurde David Aregger (RC Schaffhausen) Vierter und somit Zehnter in der Schlusswertung am Rotsee-Weltcup. Er hat eine andere Perspektive: den Doppelvierer. Darin wissen er als 23jähriger Bugmann, und seine zur Zeit im Trainingslager hinsichtlich U-23-WM (24.-28. Juli in Linz) steckenden Kameraden Augustin Maillefer (Lausanne SA), Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen) und Barnabé Delarze (Lausanne SA), Fünfte an der Europameisterschaft in Sevilla, jetzt aufgrund der Rotseeresultate, mit welchen Favoriten sie an der WM in Südkorea Ende August konfrontiert werden könnten: eine in allen Läufen siegreiche homogene Crew aus Kroatien mit den Olympiazweiten David Sain, Martin Sinkovic, Damir Martin und Valent Sinkovic, die an der EM in Sevilla infolge eines Krebses hinter der Schweizer Crew in Sevilla zu liegen kamen, und die nun auf Rang 2 verwiesene deutsche Europameistercrew mit den vorjährigen Olympiasiegern Karl Schulze, Lauritz Schoof und Tim Grohmann sowie neuem Bootskamerad Paul Heinrich (Zweiter an der U-23-WM im Achter). Simon Schürch (SC Sursee), Rotsee-Bronzegewinner im leichten Einer, und seinem derzeitig die Rippenverletzung auskurierenden Partner Mario Gyr (SC Luzern), den EM-Dritten im leichten Doppelzweier, geht zur Kenntnis, dass die Europameister Stany Delayre und Jeremie Azou aus Frankreich auf dem Rotsee am „Quatorze-Juillet“ ihre Führungsposition von Anbeginn an nicht nehmen ließen und WM-Favoriten in Südkorea sein werden.
18 Nationen erreichten im Weltcupfinale die Medaillenränge. Unter denen geht die USA, die die Achterrennen bei den Männern und mit Weltbestzeit bei den Frauen gewann, mit sieben Medaillen (3 Gold, 2 Silber und 2 Bronze) als erfolgreichste Nation hervor, gefolgt von Neuseeland (6 Medaillen) und Italien (5 Medaillen). Der Deutschland-Achter, dessen Serie von 36 Siegen in Folge bereits in Essen abgerissen wurde, verlor auf allerletzten Metern die Führungsposition hinter den USA. Rechtzeitig zum Weltcupfinal konnte am Rotsee der neue Zielturm, konstruiert von einem Zürcher Architektenteam, voll in Betrieb und Beschlag genommen werden. Er bildet den Auftakt zu 22 weiteren Erneuerungsmaßnahmen der gesamten Infrastruktur des Göttersees bei Luzern unter der Obhut des „Vereins Naturarena Rotsee“ mit dem Endziel der Errichtung eines neuen Ruderzentrums. Diesbezüglich laufen die Bewerbungen des Regattavereins Luzern als Austragungsort des Weltcupfinals der Samsung-Weltcups 2015 und 2016 beim Weltruderverband FISA. Die Teilnahme von 43 Nationen bei einem sehr hohen Publikumsaufmarsch als bestbesuchte Regatta der ganzen Weltcupserie spricht für eine erfolgreiche Fortsetzung.

Luzern-Rotsee, 14. Juli 2013 / Christian Schweizer

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