Silbermedaille für Jacob Blankenberger an der Junioren-EM

  Silbermedaille für Skiffier Jacob Blankenberger an der Junioren-EM

Der Zürcher Jacob Blankenberger hat an der Junioren-Europameisterschaft in Hazewinkel (Belgien) mit einem Aufholrennen im Finale die Silbermedaille gewonnen. Von den sechs Schweizer Booten vermochten sich vier Boote für die Finalrennen der besten sechs Boote zu qualifizieren. Mit einem vierten Platz durch den Juniorinnen-Doppelvierer sowie je einem fünften Rang der Junioren im Zweier ohne Steuermann und im Vierer ohne Steuermann verzeichnete das Schweizer Team ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis.

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An den Junioren-Ruder-Europameisterschaften im belgischen Hazewinkel nahmen 31 Nationen teil. Der Schweizerische Ruderverband war mit sechs Booten vertreten. Deren vier Boote vermochten sich dank guten Leistungen in den Vorläufen, Hoffnungsläufen und Halbfinals für das A-Finale zu qualifizieren.

Silbermedaille für Jacob Blankenberger im Einer
Skiffier Jacob Blankenberger (Grasshopper Club Zürich) ging nach einem gewonnenen Vorlauf und einem Sieg im Halbfinale ungeschlagen ins Finale vom Sonntagnachmittag. Neben dem favorisierten Boris Yotov, Dritter der Junioren-Weltmeisterschaft 2013, und den Ruderern aus Frankreich, Russland, Kroatien und Tschechien reihte sich Blankenberger zum Rennen um die Medaillen auf. Der Tscheche Hellebrand versuchte mit einem Blitzstart die Konkurrenz zu überraschen und führte das Feld bei 500 Metern an. Jacob Blankenberger folgte auf Zwischenrang vier. Bis zur Streckenhälfte schob sich Blankenberger am Franzosen Quiqueret vorbei und ruderte fortan auf dem dritten Zwischenrang. Auf der zweiten Streckenhälfte spielte Blankenberger seine physische Leistungsfähigkeit auf und schloss zum Tschechen auf und konnte ihn auch überholen. Auf der Ziellinie feierte Yotov aus Aserbaidschan seinen Sieg. Jacob Blankenberger holte sich mit einer knappen Bootslänge Vorsprung auf Hellebrand und den Russen Potapkin, der einen mächtigen Endspurt zeigte, die verdiente Silbermedaille im Junioren-Einer.

5. Platz für den Zweier-ohne mit Joshua Meyer und Alois Merkt
Alois Merkt und Joshua Meyer (beide Grasshopper Club Zürich) hatten sich mit einem Vorlaufsieg direkt für das Halbfinale qualifiziert. Im Halbfinale zeigten die beiden Youngsters ein beherztes Rennen und schnappten sich hinter Rumänien und Deutschland, aber vor Frankreich das Finalticket. Im Finale starteten die Boote schnell und das Schweizer Boot versuchte das hohe Tempo mitzugehen. Auf der ersten Streckenhälfte lagen Meyer/Merkt auf dem sechsten Rang, ehe sie sich mit einer erneut beherzten Leistung auf den zweiten tausend Metern immer näher an die vor ihnen liegenden Boote heranruderten. Als erstes konnten sie die Vorjahressieger aus Österreich einholen und schlossen auch zum italienischen Boot auf. Auf der Ziellinie resultierte für das Schweizer Boot der gute fünfte Rang. Gewonnen wurde das Rennen von Rumänien vor Tschechien und Deutschland.

4. Rang für den Juniorinnen-Doppelvierer
Der Juniorinnen-Doppelvierer mit Debora Hofer (Seeclub Thun), Serafina Merloni, Flurina Christen (beide Seeclub Stansstad) und Louisa Geuke (Seeclub Luzern) qualifizierte sich nach einem guten Vorlauf, in welchem es aber nicht zur direkten Finalqualifikation reichte, dank einem Sieg im Hoffnungslauf für das Finalrennen. Im Finale zeigten die vier jungen Schweizerinnen ein sehr gutes Rennen. Nach einem guten Start konnten sie sich etwas Distanz verschaffen auf die Boote aus der Ukraine und Tschechien. An der Spitze waren Rumänien und Italien und mit zunehmender Renndauer auch die Niederlande jedoch stärker. Die vier Schweizerinnen brachten den vierten Platz mit kräftigen Ruderschlägen ins Ziel und egalisierten damit das Vorjahresergebnis für den Schweizer Juniorinnen-Doppelvierer. Die vier Schweizerinnen zeigten über das ganze Wochenende ausgezeichnete Rennen und grossen Rennspirit.

Der Vierer ohne Steuermann ruderte auf den 5. Rang
Der Vierer ohne Steuermann der Junioren hat sich nach einer guten Vorlaufleistung dank einem sehr guten Rennen im Hoffnungslauf für das A-Finale qualifiziert. In dieser technisch anspruchsvollen Bootsklasse zeigten die Schweizer im Finale Mut und starteten gut, indem sie den Kontakt zum Bronzeplatz halten konnten. Auf dem dritten Streckenviertel riss dann der Kontakt zum auf dem dritten Platz liegenden Boot aus Kroatien ab und die Schweizer wurden von den Tschechen unter Druck gesetzt. Im Endspurt mussten die Schweizer das tschechische Boot im Bord an Bord Rennen um Platz vier um 0.32 Sekunden vorbeilassen. Rumänien gewann vor Italien und Kroatien. Dennoch ist es dem Vierer-ohne gelungen, im Finale sein kämpferisch bestes Rennen der Regatta zu zeigen.

Eine lehrreiche Erfahrung war die Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft für den Doppelvierer mit Andrea Schmid (Seeclub Biel), Umberto Sala (SC Locarno), Yassin Anthonipillai (Lausanne Sports, Section Aviron) und Pascal Ryser (Ruderclub Thalwil). Mit einem Kraftakt im Hoffnungslauf gelang es der Mannschaft, sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Im kleinen Finale blieb den vier jungen Schweizern jedoch das Nachsehen, so dass sie die Regatta auf dem 12. Platz abschlossen, obwohl sie ihr Glück versuchten und einen schnellen Start zeigten und bis zur Streckenhälfte mithalten konnten. Die beiden Ersatzruderer Serafin Streiff (Ruderclub Blauweiss Basel) und Jonathan Moser (Seeclub Biel) schlossen die Regatta im Doppelzweier auf dem 21. Schlussrang ab.

Junioren-Nationaltrainerin Anne-Marie Howald zeigte sich mit dem Mannschaftsergebnis nach der Junioren-EM sehr zufrieden und war erfreut über die guten Fortschritte, welche die Teams während der Regatta gemacht haben. Die Silbermedaille von Jacob Blankenberger gab dem kompakten Mannschaftsergebnis zudem den besonderen Glanz. Mit vier Finalplätzen und einer Medaille konnte das Schweizer Junioren-Nationalteam die Verbandszielsetzung von drei Top 10-Platzierungen und einer Finalqualifikation deutlich übertreffen.

Resultate Junioren-Europameisterschaften Hazewinkel (Belgien) vom 25. Mai 2014 (Finaltag)

Skiff Junioren (Final A): 1. Yotov (Aserb) 7:02,02. 2. Jacob Blankenberger (Sz) 7:09,09. 6. Hellebrand (Tsch) 7:10,79. 4. Potapkin (Russ) 7:10,92. 5. Quiqueret (Fr) 7:17,77. 6. Sain (Kro) 7:21,22.

Doppelvierer Juniorinnen (Final A): 1. Rumänien 6:34,01. 2. Italien 6:39,77. 3. Niederlande 6:42,24. 4. Schweiz (Louisa Geuke, Flurina Christen, Serafina Merloni, Debora Hofer) 6:46,42. 5. Tschechien 6:48,15. 6. Ukraine 6:51,11.

Zweier ohne Steuermann Junioren (Final A): 1. Dedu/Tudosa (Rum) 6:41,17. 2. Jech/Helesic (Tsch) 6:42,15. 3. Schulte-Bockholt/Follert (De) 6:45,44. 4. Maestrale/Capuano (It) 6:49,98. 5. Joshua Meyer/Alois Merkt (Sz) 6:51,28. 6. Seifriedsberger/Querfeld (Ö) 6:55,37.

Vierer ohne Steuermann Junioren (Final A): 1. Rumänien 6:07,86. 2. Italien 6:11,15. 3. Kroatien 6:13,34. 4. Tschechien 6:18,23. 5. Schweiz (Ludovic Cornu, Alexandre von Allmen, Nicolas Kamber, Vincenzo de Luca) 6:18,55. 6. Polen 6:25,26.

Doppelvierer Junioren (Final A): 1. Italien 6:00,44. 2. Rumänien 6:00,54. 3. Slowenien 6:01,42. Ferner (Final B): 7. Tschechien 6:18,12. 8. Polen 6:19,56. 9. Litauen 6:20,21. 10. Serbien 6:21,67. 11. Schweden 6:26,10. 12. Schweiz (Pascal Ryser, Yassin Anthonipillai, Umberto Sala, Andrea Schmid) 6:26,55.

Doppelzweier Junioren (Final A): 1. Syring/Appel (De) 6:23,23. 2. Cattane/Fontana (It) 6:24,83. 3. Nemeravicius/Kelmelis (Lit) und Swietek/Rewers (Pol) 6:27,22. Ferner (Final D): 21. Serafin Streiff/Jonathan Moser (Sz) 6:57,64.

Mehr Informationen und alle Resultate: http://www.2014erjc.be/results

Hazewinkel, 25. Mai 2014/cs.