Doppelvierer rudert auf den sechsten Platz

  Doppelvierer rudert auf den sechsten Platz

Der Männer-Doppelvierer, der sich mit einer Parforce-Leistung für das Finalrennen, qualifiziert hatte, ruderte heute auf der ungünstigen Bahn 6 und wurde Sechster. Mit der zweiten Finalqualifikation an Weltmeisterschaften innert Jahresfrist hat die junge Trainingsgruppe ihr Leistungsvermögen unter Beweis gestellt. Der leichte Doppelzweier mit Mario Gyr und Simon Schürch schloss die WM-Rennen mit einem dritten Platz im B-Final ab, was dem 9. Schlussrang entspricht. Jeannine Gmelin beendet die WM auf dem 15. Rang im Frauen-Einer.

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Heute herrschten auf der „Bosbaan“ in Amsterdam erneut sehr schwierige Verhältnisse. Ein starker Mitwind führte zu schnellen Zeiten, jedoch auch zu ungleichen Bedingungen. Die Zuteilung der Bahn hatte einen grossen Einfluss auf die Platzierungsmöglichkeiten. Nachdem die Rennen zuerst im traditionellen System ausgetragen wurden, sah sich die Rennleitung für die beiden letzten Finalläufe dann doch veranlasst, wie schon gestern, den in den Vorrennen bestplatzierten Mannschaften die favorisierten Innenbahnen auf der Tribünenseite zuzuteilen.

Doppelvierer wie im Vorjahr auf dem sechsten Rang
Der Männer-Doppelvierer um Schlagmann Roman Röösli (SC Sempach), Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron), David Aregger (RC Schaffhausen) und Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen) hatte sich vorgestern mit einer sehr guten Halbfinalleistung für das A-Finale qualifiziert. Den ganzen Tag kam kein Boot, das auf der Aussenbahn 6 zu rudern hatte, über einen fünften Rang hinaus. Somit gab es für den Schweizer Vierer nur eine Taktik. Angriff vom Start weg, um im Rennen zu bleiben. Das setzten die Schweizer gut um, tauchten sie doch bei Streckenviertel zusammen mit Deutschland, China und Estland, jedoch hinter den favorisierten Ukrainern und dem britischen Boot im Kampf um die Bronzemedaille auf. Bei Streckenhälfte war der Schweizer Doppelvierer dann aber auf Rang sechs zurückgefallen. Das Quartett kam über den sechsten Rang nicht hinaus und der Rückstand wuchs bis ins Ziel auf 14 Sekunden an. Mit der Finalqualifikation an dieser WM konnte die junge Trainingsgruppe ihre Vorjahresleistung erneut bestätigen und hat gezeigt, dass der Weg im Rahmen der Projektführung hin zur Olympiaqualifikation stimmt.

Gyr/Schürch schliessen die WM auf dem 9. Rang ab
Im kleinen Finale des Leichtgewichts-Doppelzweiers um die Ränge 7 bis 12 ruderten heute auch Mario Gyr (SC Luzern) und Simon Schürch (SC Sursee). Nach dem verpassten Finaleinzug wartete auf die letztjährigen WM-Zweiten keine einfache Aufgabe. Mit Grossbritannien, Tschechien, Dänemark, USA und Oesterreich warteten valable Gegner auf das Innerschweizer Duo. Die bislang an dieser WM nicht sonderlich beeindruckenden Engländer zeigten heute einen schnellen Start und übernahmen die Führung im Rennen. Auch Dänemark startete schnell. Das Schweizer Boot lag bei jeder Zwischenzeit an dritter oder vierter Position, jedoch in Tuchfühlung mit den führenden Booten. Der Rückstand betrug nie mehr als eine Bootslänge. Auf der zweiten Rennhälfte waren es die Vetesnik-Brüder aus Tschechien, die auf der Innenbahn zu Grossbritannien aufschlossen. Im Ziel kam es zum Fotofinish zwischen Tschechien und Grossbritannien. Das Schweizer Boot rettete auf der Bahn fünf den dritten Rang ins Ziel. Eine respektable Leistung, wenn man die heutigen Möglichkeiten der Bahnen fünf und sechs berücksichtigt. Mit dem 9. Schlussrang schliessen Mario Gyr und Simon Schürch diese WM 2014 jedoch unter den Erwartungen ab. Simon Schürch meinte nach dem Rennen: „Wir haben in den diesjährigen Rennen und oft auch im Training nie die notwendige Konstanz gefunden, die notwendig wäre, um ganz vorne mitzufahren.“

Skifferin Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster) zeigte im Platzierungsrennen um die Ränge 13 bis 18 ein gutes Rennen und erreichte dabei den dritten Platz, was in der Schlussabrechnung den 15. Rang ergibt. In einem packenden Finale vermochte sie die stark sprintende Kroatin auf Distanz zu halten und ihre Position zu verteidigen.

Morgen Sonntag startet mit Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron) im B-Final der Männer-Einer der letzte Schweizer zum Klassierungsrennen. Sein B-Finale wird um 11:13 Uhr gestartet.


Resultate von Rennen mit Schweizer Beteiligung.
Rudern: Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande) – 30. August 2014

Doppelvierer Männer (Final A): 1. Ukraine 5:32,26 (neue Weltbestzeit). 2. Grossbritannien 5:32,35. 3. Deutschland 5:36,97. 4. China 5:37,35. 5. Estland 5:40,92. 6. Schweiz (Roman Röösli, Augustin Maillefer, David Aregger, Nico Stahlberg) 5:46,58.

Doppelzweier Leichtgewichte (Final B, Ränge 7-12): 1. Fletcher/Kirkwood (Gb) 6:16,78. 2. Vetesnik/Vetesnik (Tsch) 6:16,79. 3. Mario Gyr/Simon Schürch (Sz) 6:19,13. 4. Konieczny/Meyer (USA) 6:19,58. 5. Stephansen/Nielsen (Dä) 6:20,50. 6. Sieber/Sieber (Ö) 6:37,43.
Final A: 1. Thompson/Smith (Südafr) 6:05,36 (neue Weltbestzeit). 2. Delayre/Azou (Fr) 6:05,45. 3. Brun/Strandli (No) 6:05,79.

Skiff Frauen (Final C, Ränge 13-18): 1. Filipovic (Serb) 7:33,32. 2. Best (Arg) 7:35,30. 3. Jeannine Gmelin (Sz) 7:37,29. 4. Milosevic (Kro) 7:37,56. 5. Svennung (Sd) 7:38,32. 6. Beenken (De) 7:54,52.

Mehr Informationen zur WM in Amsterdam: www.worldrowing.com

Amsterdam, 30. August 2014/cs.