6 Schweizer Boote in Poznan am Start - Michael Schmid fällt verletzungsbedingt aus

  6 Schweizer Boote in Poznan am Start - Michael Schmid fällt verletzungsbedingt aus

Nach den guten Resultaten beim Weltcup-Auftakt in Bled vor rund drei Wochen, an welchem für den Vierer-ohne Leichtgewichte ein Weltcupsieg resultierte, gehen die Schweizer Boote zuversichtlich an den Start der stark besetzten kontinentalen Meisterschaft. Von den sieben gemeldeten Schweizer Booten können sechs Boote an der EM an den Start gehen. Der Leichtgewichts-Doppelzweier Daniel Wiederkehr/Michael Schmid kann aufgrund einer Handverletzung Schmids nicht starten. Schmid ist für weitere Abklärungen in die Schweiz zurückgereist.

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Knapp 600 Athletinnen und Athleten aus 36 Nationen gehen in 231 gemeldeten Booten an der diesjährigen Ruder-Europameisterschaft auf der Malta-Regattabahn inmitten der Stadt Poznan an den Start. Die stärksten europäischen Rudernationen sind mit ihren besten Mannschaften am Start. Einzig Italien bleibt als grosse Rudernation der diesjährigen Europameisterschaft fern. Der Schweizerische Ruderverband strebt an der diesjährigen Europameisterschaft insgesamt fünf Top 10-Klassierungen an, darunter auch zwei Finalqualifikationen und ein Medaillengewinn. 

Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte
Der Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte mit Simon Niepmann (Seeclub Zürich/Basler Ruderclub), Lucas Tramèr (Club d’Aviron Vésenaz/Basler Ruderclub), Mario Gyr (Seeclub Luzern) und Simon Schürch (Seeclub Sursee) konnte vor drei Wochen mit dem Sieg in Bled die erste Weltcupmedaille gewinnen. Seither hat die Mannschaft in einem zweiwöchigen Trainingslager in Varese (I) gut weitertrainiert und ist nun bereit, sich an der Europameisterschaft gegen hochkarätige Boote zu messen, auf welche sie dieses Jahr erstmals treffen. Mit den auf einer Position umbesetzten Weltmeistern aus Dänemark, den mit zwei neuen Ruderern antretenden Briten (WM-Bronze 2014), den WM-Vierten aus Frankreich wird der Schweizer Leichtgewichtsvierer starke Konkurrenz haben. Weitere Teilnehmerboote kommen aus Oesterreich, Tschechien, Spanien, Deutschland, Irland, Holland, Polen, Russland, Ukraine und Türkei.

Doppelvierer Männer
Auch der Männer-Doppelvierer war im Trainingslager in Varese und hat sich auf die EM vorbereitet. Nach dem vierten Rang beim Weltcupstart in Bled hat auch der Doppelvierer gezeigt, dass er international mittendrin dabei ist. Voraussichtlich wird die Mannschaft mit einer leicht veränderten Sitzordnung an der EM an den Start gehen. Roman Röösli (Seeclub Sempach) übernimmt von Barnabé Delarze (Lausanne Sports Aviron) die Schlaposition. Delarze rudert nun direkt hinter Röösli, wobei Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron) den Platz im Mittelschiff behält. Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen) rudert auf dem Bugplatz. Auch im Männer-Doppelvierer ist starke Konkurrenz am Start. Die Weltmeister aus der Ukraine, Russland und die WM-Zweiten aus Grossbritannien greifen dieses Jahr erstmals ins Wettkampfgeschehen ein. Die weitere Konkurrenz für den Schweizer Doppelvierer kommt aus Polen, Norwegen, Litauen, Deutschland (Weltcup-Sieger in Bled, Frankreich, Tschechien und Estland.

Starke Konkurrenz für die Schweizer Frauenboote
Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster) im Einer Frauen und Patricia Merz (Seeclub Zug)/Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) im leichten Doppelzweier haben beide schon EM-Erfahrungen sammeln können. Beide Frauenboote werden hier in Polen starke Konkurrenz erhalten. Viele Nationen haben ihre stärksten Ruderinnen im Einer und im Leichtgewichts-Doppelzweier am Start. Nach den Rängen sieben (Gmelin) und sechs (Rol/Merz) beim Weltcup-Auftakt in Bled darf man gespannt sein, wie sich die Schweizer Frauenboote gegen die neu formierte Konkurrenz in Szene setzen werden. Die Konkurrentinnen im Frauen-Einer kommen aus Oesterreich, Belgien, Weissrussland, Tschechien, Dänemark, Grossbritannien, Deutschland, Irland, Litauen, Holland, Polen und Serbien.
Im Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen sind Boote aus Oesterreich, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland, Griechenland, Irland, Holland, Polen, Rumänien, Russland und Ukraine als Konkurrentinnen von Patricia Merz und Frédérique Rol gemeldet. 

Synek als Favorit im Männer-Einer
Im Feld der Männer-Einer geht der amtierende Weltmeister Ondrej Synek (Tschechien) als grosser Favorit an den Start. Mit dem Litauer Griskonis, Aleksandrov (Azerbaidschan) und dem norwegischen Altmeister Olaf Tufte sind weitere bekannte Skiff-Grössen am Start. Auch der Weltcup-Zweite von Bled, Damir Martin (Kroatien) gilt als Medaillenanwärter. Aus der Schweiz ist Markus Kessler (Ruderclub Schaffhausen) am Start, der vor drei Wochen in Bled mit dem Gewinn der Bronzemedaille ein erstes Saisonhighlight feiern konnte.

Verletzungssorgen im Leichtgewichts-Doppelzweier
Der Doppelzweier Leichtgewichte Männer, ursprünglich mit Daniel Wiederkehr (Ruderclub Baden) und Michael Schmid (Seeclub Luzern) besetzt, ist von Verletzungssorgen geplagt. Schmid hatte am letzten Dienstag bei einem unglücklichen Manöver auf seinem Fahrrad seine Hand derart angeschlagen, dass diese stark anschwoll. Ein Röntgenbild zeigte dann einen Bruch eines Mittelhandknochens. Schmid hat bereits die Heimreise angetreten, um sich in der Schweiz weiter untersuchen zu lassen. Der Doppelzweier wird nun in der Besetzung Daniel Wiederkehr und Silvan Zehnder (Seeclub Zürich) an den Start gehen.

Die Europameisterschaft in Poznan beginnt morgen Freitag mit den Vorläufen und Hoffnungsläufen. Am Samstag folgen die Halbfinals, bevor es dann am Sonntag zu den Finalrennen kommt.

Programm Europameisterschaften Poznan:
Freitag, 29. Mai 2015
09:30 – 13:30 Uhr: Vorläufe
15:30 – 17:00 Uhr: Hoffnungsläufe
Samstag, 30. Mai 2015
09:30 – 12:15 Uhr: Halbfinals
12:25 – 13:15 Uhr: Platzierungsrennen
Sonntag, 31. Mai 2015
09:00 – 10:15 Uhr: B-Finals (Ränge 7 bis 12)
10:33 – 14:33 Uhr: A-Finals (Ränge 1 bis 6)

Mehr Informationen, Startlisten und alle Resultate: >> EM Poznan 2015

Poznan, 28. Mai 2015/cs.