Sechs Medaillen für Schweizer Universitäten an der Studenten-EM in Hannover

  Sechs Medaillen für Schweizer Universitäten an der Studenten-EM in Hannover

Das Ergebnis des Vorjahres mit sechs Siegen und insgesamt zehn Medaillen legte die Messlatte hoch an. Doch in Hannover sollten die Eidgenossen fast doppelt soviele Gegner erwarten wie letztes Jahr in Rotterdam: 600 Athleten aus 81 Universitäten und 18 Ländern
traten für Medaillen an. Schweizer Hochschulen aus Rapperswil-Jona, Luzern, Bern und vor allem Lausanne und Zürich bildeten das Schweizer Team.

Die Universitäten aus Lausanne nahmen ihre stärksten Ruderer mit: Barnabé Delarze und Augustin Maillefer hatten eben noch einen Olympia-Quotenplatz geholt, nun ging sie als Lausanner Studenten im Doppelvierer und Achter an den Start. In Hannover ging es für sie schon in den Vorläufen wieder hart zur Sache: Im Doppelvierer qualifizierten sie sich in 5:59 mit hauchdünnen 0.02 Sekunden Vorsprung vor Moskau fürs A-Final (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R008-M_4x_V1_N0013.pdf), und im Achter konnte Lausanne erst auf den letzten 500 Metern den dritten Platz sichern, der den Direkteinzug ins Halbfinale ermöglichte
(http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R021-M_8+_V3_N0038.pdf). Ihre Kollegen aus Zürich hatten ihren Männerachter ebenfalls prominent bestückt: Die Junioren- und U23-WM Athleten Alois Merkt und Jakob Blankenberger führten den von Parmigiani gesponserten Achter an, der über einen Vorlaufsieg auch direkt ins Halbfinale (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R021-M_8+_V2_N0037.pdf).

Direkte Finalqualifikationen verbuchten am ersten Renntag zudem Alois und Jakob im Doppelzweier (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R003-M_2x_V2_N0006.pdf) sowie überraschend der ETH-Männer Vierer-ohne
(http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R006-M_4-_V2_N0011.pdf), die Zürcherinnen im Doppelvierer (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R019-W_4x_V1_N0034.pdf) sowie Seraina Rodewald für Basel im leichten Einer (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R001-W_1x__LG_V1_N0001.pdf).

Der Freitag gab alle anderen Teams die zweite Chance, einen A-Final Rang zu holen. Am souveränsten machte dies der Zürcher Frauenachter mit einem Sieg im Hoffnungslauf (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R011-W_8+_H1_N0047.pdf). Der Lausanne M 4- holte sich ebenfalls einen Startplatz unter den ersten Sechs. Felix Kottmann und Serafin Streiff (ETH Zürich) sowie Beat Johner und David Johner (Uni/PH Bern) sicherten der Schweiz zwei Plätze im A-Final des leichten Doppelzweiers, während die Luzerner Benedikt Hegglin und Adrian Severin das Nachsehen hatten. Auch im Frauendoppelvierer kam Lausanne via Hoffnungslauf ins A-Final (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R019-W_4x_H1_N0056.pdf), Clio Scheidegger und Tereza Langová qualifizierten sich mit einem Sieg fürs A-Final im Doppelzweier (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R005-W_2x_H1_N0043.pdf). In den Halbfinals im Männerachter ging es wie erwartet hart zur Sache: Im ersten Lauf konnte Belarus State University dominieren, während dahinter Lausanne auf der zweiten Streckenhälfte ein dänisches, russiches und deutsches Team abschütteln konnte und fast zeitgleich mit Bydgoszcz sich fürs A-Final qualifizierte (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R021-M_8+_S1_N0062.pdf). Im zweiten Lauf stürmte Oxford Brookes von Anfang an davon, während die Zürcher lange zusammen mit Lyon, Hannover, den Norwegern und Amsterdam rangen. Einmal mehr erwies sich ein Schweizer Team in der zweiten Rennhälfte als stark, und sie qualifizierten sich mit Rang drei ebenfalls fürs A-Final (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R021-M_8+_S2_N0063.pdf).

Von den 24 Schweizer Unibooten konnten am Samstag 13 in den A-Finals antreten. Seraina Rodewald erwischte keine schnellen Start, kämpfte sich aber noch auf Rang 5 vor und machte das beste Schweizer Skiff-Resultat in den stark besetzen Einerrennen (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R001-W_1x__LG_F1_N0065.pdf). Ihr Clubkollege Serafin Streiff (ETH Zürich) kam bei den leichten Männern auf Rang 10 (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R012-M_1x__LG_F2_N0080.pdf), während Max Weber (Uni Basel), Matthias Kühni (Rapperswil) und Philippe Denier (Zürich) in den C-Finals starteten. Im Doppelzweier der Leichtgewichte kam Serafin mit Felix Kottmann auf Rang vier und das erste Berner Boot in der EUC-Geschichte auf Rang sechs (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R002-M_2x__LG_F1_N0066.pdf).

In derselben Kategorie der "Schweren" gewannen Alois Merkt und Jakob Blankenberger mit dem dritten Rang die erste Schweizer Medaille (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R003-M_2x_F1_N0068.pdf). In der entsprechenden Bootsklasse der Frauen konnten Tereza und Clio noch nicht um Medaillen mitfahren, sie wurden Fünfte. Im Männer Vierer-ohne mit den zwei Schweizer Booten sah das wieder ganz anders aus: Nicht nur Lausanne mit Matthieu Briguet, Hugo Pfister, Francois Gallot-Lavellée und Nicolas Roth waren vorne dabei, auch die Zürcher Remo Dietlicher, Benjamin Hirsch, Robert Steinhoff und Jonathan Perraudin spielten in einem engen Rennen vorne mit. Schliesslich gab es Silber für Lausanne (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R006-M_4-_F1_N0073.pdf) hinter Newcastle und vor Hannover, während die ETH trotz eines starken Endspurts mit Rang vier vorlieb nehmen musste.

Der Lausanne Doppelvierer mit Barnabé Delarze, Augustin Maillefer, Romain Loup und Vincent Giorgis trat nur als eines der Favoritenboote an: In einem nicht optimalen Rennen holten sie hinter Moskau und Bydgoszcz Bronce (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R008-M_4x_F1_N0075.pdf), wieder in einer Zeit unter sechs Minuten. Zum Abschluss des ersten Rennblocks ging der Zürcher Frauenachter als ein weiterer Schweizer Medaillenfavorit ins Rennen. Nach dem Start sahen sie sich nur an fünfter Stelle, doch Steuerfrau Rosa Brown brachte das Zürcher Boot in Schwung, sie überholten die Universität Savoyen, Münster und fuhren an der Tausendmetermarke an das Hamburger Boot heran, während Cambridge das Rennen mit einer knappen Länge Vorsprung kontrollierte. Auf der zweiten Streckenhälfte fuhren sie nochmals an Cambridge heran und an Hamburg vorbei, doch die Silbermedaille konnten Rosas Ruderinnen Paloma Pellegrino, Esther Oberle, Theresa Leimpek, Laura Widmer, Andrea Salzmann, Kathrin Litwan, Kirstin Minas und Annina Wüthrich erst mit einem beherzten Entspurt sichern (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R011-W_8+_F1_N0078.pdf).

Am Samstagnachmittag machten die Fans von Borussia Dortmund und Hannover 96 selbst am Maschsee Stimmung, sie waren am Regattaplatz vom nahegelegenen Stadion her gut zu hören. Auf dem See traten zwei Schweizer Boote im Doppelvierer mit dem Anspruch aufs Podest an. In einem taktisch klugen Rennen setzten sich Clio Scheidegger, Kirstin Minas, Tereza Langova und Paloma Pellegrino bald an die Spitze und konterten alle Angriffe von Poznan und Hannover mit einem flüssigen und langen Streckenschlag. Im Ziel schienen sie es kaum zu glauben, als eines der jüngsten Teams mit Gold geehrt zu werden. (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R019-W_4x_F1_N0094.pdf). Lausanne mit Anouk Chastonay, Julie Harster, Joséphine Galantay und Juliette Jeannet wurde Sechste. Die Schweizer Fans kamen im Männerachter erneut auf die Rechnung: Die Lausanner Universitäten mit Nicolas Roth, Emile Merkt, Louis Margot, Vincent Giorgis, Barnabé Delarze, Augustin Maillefer, Hugo Pfister, Francois Gallot-Lavellee, Stm. Matthieu Briguet holten in einem schnellen Rennen Bronce und die sechste Medaille für die Schweiz, die Zürcher hingegen konnten keine weitere Steigerung hinlegen nach dem starken Auftritt im Halbfinal, sie verbuchten Rang sechs (http://euc.leinemail.de/PDF/EUC_Rowing_2015_Result_R021-M_8+_F1_N0097.pdf).

Weitere Bilder des Schweizer Teams sind hier und hier.

Berichte zu den Baslern sind hier.

Bericht des Zürcher Teams: hier und hier

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Camille Codoni