EM Brandenburg: Drei Schweizer EM-Neulinge am Start

  EM Brandenburg: Drei Schweizer EM-Neulinge am Start

Ladina Meier, Joel Schürch und Fiorin Rüedi erleben dieses Wochenende eine Premiere: Für alle drei ist es der erste Start an Elite-Europameisterschaften. Für die Ruderin vom Ruderclub Cham, die im leichten Einer antritt, sind es gar die ersten internationalen Titelwettkämpfe überhaupt. Die Strecke auf dem Beetzsee ist ihr hingegen bestens bekannt, ist die Primarlehrerin doch letztes Jahr hier an deutschen Meisterschaften gestartet. Für Joel Schürch (Seeclub Sursee) und Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich), die gemeinsam im leichten Zweier ohne Steuermann starten, ist auch die Strecke neu, wie sie damit umgehen und welche Ziele sich die drei EM-Neulinge gesetzt haben, verraten sie im Interview.

Morgen ist es soweit: der erste Start an Europameisterschaften steht an. Ist es ein besonderes Gefühl?
Ladina Meier: Für mich ist zurzeit jede Regatta speziell, da es die erste Saison ist, die ich international bestreite und auch so fokussiert vorbereiten konnte.
Joel Schürch: Ich empfinde bis jetzt keinen grossen Unterschied zu einem Weltcup-Start. Wir machen das Gleiche wie immer und haben auch die gleichen Gegner. Aber wir freuen uns auf den Finaltag.

Apropos Finaltag. Ungleich einem Weltcup finden die Finals aller Bootsklassen am gleichen Tag statt.
Fiorin Rüedi: Darauf freuen wir uns. Ich glaube das wird eine ganz spezielle Atmosphäre. Wir werden es am Sonntag sehen.

Mit Silber im leichten Zweier ohne respektive einem vierten Rang im leichten Skiff seid ihr in Varese alle Drei stark in die Weltcup-Saison gestartet. Mit welchen Ambitionen startet ihr in diese Europameisterschaften?
Ladina Meier: Mein Ziel ist grundsätzlich der A-Final. Aber es ist schwierig zu sagen, da ich erst Wenige meiner Gegnerinnen kenne. Ich weiss aber, dass ich gut trainiert und mich gut vorbereitet habe. Ich möchte einfach meine beste Leistung abrufen und wenn dies hier das B-Final bedeutet, bin ich mit einem optimalen Rennen auch zufrieden.
Joel Schürch: Wir haben in den letzten drei Wochen gut und hart trainiert. Wir wollen nun einen weiteren Schritt nach vorne machen. Unser Ziel ist es, die in Varese auf dem ersten Platz klassierten Deutschen dieses Mal zu schlagen. Dann ist alles möglich.
Fiorin Rüedi: Um dies zu schaffen ist es wichtig, dass wir gut in die Regatta starten. Das ist uns in Varese nicht gelungen, aber wir konnten die Vorbereitung insbesondere in Bezug auf Schlafen und Gewicht weiter verbessern, das gibt uns Zuversicht für den morgigen Vorlauf.

Ladina, Du kennst die Strecke von der letztjährigen deutschen Meisterschaft. an der Du teilgenommen hast. Ihr beide habt gestern zum ersten Mal hier trainiert. Was ist Euer erste Eindruck?
Fiorin Rüedi: (lacht) Wir wurden gewarnt vor Sturm und Wellen. Bis jetzt gefällt es uns aber ganz gut und es hat nur minimale Wellen von Booten, die dann während den Rennen ja nicht fahren werden.
Joel Schürch: Mich erinnert es mit der kleinen Insel direkt an der Strecke an Bled. Die Insel ist eine gute Orientierungsmarke. Aber für die Rennen bin ich mit meinem GPS immer bestens informiert und konzentriere mich darauf.

Interview: Regula Schweizer, Brandenburg

Die drei Schweizer EM-Newcomer kurz nach dem heutigen Abschlusstraining (Foto. R. Schweizer)

Joel Schürch/Fiorin Rüedi und Ladina Meier hatten beim Weltcup-Auftakt in Varese einen guten Saisonauftakt (Fotos: Detlev Seyb, Swiss Rowing)