Weltcup Luzern: Zwei A-Finalplätze und fünf Halbfinalboote

  Weltcup Luzern: Zwei A-Finalplätze und fünf Halbfinalboote

Auf dem Rotsee hat heute die zweite Weltcup-Regatta der Saison begonnen. Der Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte hat sich mit einem zweiten Rang hinter Neuseeland direkt für den A-Final qualifiziert. Ebenfalls im A-Final stehen Joel Schürch und Fiorin Rüedi im Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte. Fünf Schweizer Crews haben sich zudem für den Halbfinal qualifiziert – so auch Jeannine Gmelin im Frauen Einer. Den ersten Saisonauftritt hat der Schweizer Doppelvierer gehabt.

>> Bildergalerie Vorlauftag WRC Luzern 2016 (Bilder: D. Seyb, Swiss Rowing) 

Heute hat auf dem Rotsee die zweite Weltcup-Regatta der Saison begonnen. Einmal mehr ist das Meldeergebnis auf dem Rotsee hochkarätig. So sind auch im leichten Vierer ohne Steuermann alle grossen Nationen am Start: Neben dem Schweizer Boot mit Mario Gyr (See-Club Luzern), Simon Niepmann (Seeclub Zürich/Basler Ruderclub), Simon Schürch (Seeclub Sursee) und Lucas Tramèr (Club d’Aviron Vésenaz/Basler Ruderclub) sind dies insbesondere Dänemark, Frankreich, Neuseeland, China und Grossbritannien. An der Rotsee-Regatta vor einem Jahr hat das Schweizer Quartett auch letztmals ein Rennen nicht auf dem ersten Platz beendet, sondern auf dem zweiten hinter Neuseeland. In dieser Reihenfolge war auch der Zieleinlauf des heutigen Vorlaufs. Der zweite Rang bedeutet die direkte Finalqualifikation für Sonntag. «Es gelang uns auf der Strecke nicht unseren unwiderstehlichen Rhythmus zu fahren, mit dem wir sonst den Unterschied machen können», analysierte Simon Niepmann nach dem Rennen. Trotzdem ist für den 30-Jährigen die wichtigste Erkenntnis eine sehr positive: «Mario ist nach seiner Verletzung wieder im Boot und es ist gut gegangen.» Mit Blick auf die Konkurrenz hält er fest, dass es wieder leichte Vierer Rennen seien wie man sie kenne «eng». Dies zeigt auch ein Blick auf die Resultate: Im zweiten Vorlauf qualifizierten sich Dänemark und Grossbritannien direkt für den Final. Die direkte Qualifikation knapp verpasst haben China respektive Frankreich. «Damit haben wir wohl wieder einen Final in dem alle sechs Boote gewinnen können», sagt Simon Niepmann und hält fest: «Wir streben den Sieg an.»

Das zweite Schweizer Grossboot, der Männer Doppelvierer mit Roman Röösli (Seeclub Sempach), Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen), Markus Kessler (Ruderclub Schaffhausen) und Augustin Maillefer (Lausanne Sports Aviron) ist heute erstmals in dieser Saison am Start gestanden. In einem Vorlauf, bei welchem sich nur der Sieger direkt für den A-Final qualifizieren konnte, wurde das Quartett Zweite hinter den WM-Vierten aus Grossbritannien und wird morgen im Hoffnungslauf, um die A-Finalqualifikation fahren. Dabei treffen die Schweizer auf Kanada, Polen, Litauen, Deutschland und die USA.

Jeannine Gemlins Rennen läuft nach Plan
Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster) ist erfolgreich in den Heim-Weltcup gestartet nach dem sie die Europameisterschaften noch aufgrund eines viralen Infekts verpasst hatte. Platz 2 hinter der WM-Dritten Jingli Duan aus China bedeutet die direkte Qualifikation für den Halbfinal: «Ich bin zufrieden mit meinem Rennen. Es lief alles nach Plan», analysiert Jeannie Gmelin den Vorlauf und freut sich auf den weiteren Verlauf der Heim-Regatta: «Die Finalqualifikation ist mein Ziel.» Dafür braucht es im Halbfinal einen dritten Rang. In diesem Halbfinal trifft die Ruderin vom RC Uster morgen auf die Weltmeisterin Kim Brennan aus Australien sowie die Boote aus der USA, Kanada, Schweden und Russland. Neben Jeannine Gmelin bestreitet auch die 20-jährige Pascale Walker die Einer-Rennen. Bei ihrer Premiere beim Weltcup am Rotsee zeigte sie zwei engagierte Rennen und bestreitet morgen den C-Final.

Schmid/Wiederkehr direkt im Halbfinal
Direkt für den Halbfinal qualifiziert haben sich auch Daniel Wiederkehr (Ruderclub Baden) und Michael Schmid (See-Club Luzern), die sich von einem schnellen Start der japanischen Crew nicht irritieren liessen. Auf der zweiten Streckenhälfte überholte und distanzierte das Schweizer Duo die Japaner und klassierte sich hinter dem südafrikanischen Duo James Thompson und John Smith und dem irischen Brüderpaar Gary und Paul O’Donovan als Dritte. Während die Iren vor drei Wochen die Europameisterschaften siegreich gestalteten, halten die Südafrikaner und Weltmeister von 2014 in dieser Bootsklasse die Weltbestzeit.

Ebenfalls im leichten Doppelzweier mussten Patricia Merz (Seeclub Zug) und Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen. Nur drei Tage nach dem Finalrennen der Olympia-Qualifikationsregatta zeigte das Duo eine starke Leistung und gestaltete das Rennen siegreich vor den Britinnen und EM-Dritten aus Deutschland. Damit stehen die beiden Schweizerinnen ebenfalls im Halbfinal. Nach der Enttäuschung der verpassten Qualifikation gibt sich das Duo kämpferisch und will am Rotsee so viele Olympia-Fahrerinnen wie möglich bezwingen. Im heutigen Hoffnungslauf waren es schon einmal deren vier Boote – neben Deutschland und Grossbritannien auch Brasilien und Chile.

Finalqualifikation für Joel Schürch und Fiorin Rüedi
Bereits morgen um die Medaillen fahren werden Joel Schürch (Seeclub Sursee) und Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich) im leichten Zweier ohne Steuermann. Die beiden qualifizierten sich für das A-Final mit einem engagierten Hoffnungslauf-Rennen, das sie auf dem zweiten Rang hinter Deutschland beendeten. Ebenfalls noch die Chance morgen um Medaillen zu fahren, haben Silvan Zehnder (Seeclub Zürich) im leichten Einer sowie Ladina Meier (Ruderclub Cham) in der gleichen Bootsklasse. Beide qualifizierten sich heute über den Hoffnungslauf für den Halbfinal. Dabei überzeugte Silvan Zehnder mit einem souveränen Sieg in seinem Hoffnungslauf. Für Pauline Delacroix (Club d’Aviron Vésenaz), die ihren Hoffnungslauf auf Rang 6 beendete, geht es morgen im C-Final weiter.


Resultate.
Frauen. Einer. Hoffnungslauf:
1. Lina Saltyte (Lit) 7:38,05. 2. Anna Malvina Svennung (Sd) 7:38,96. 3. Pascale Walker (Sz 2) 7:59,11. 4. Chierika Ukogu (Nig) 8:08,26. 5. Gabriela Mosqueira (Par) 8:14,80. – Vorlauf: 1. Jingli Duan (Chn) 7:39,30. 2. Jeannine Gmelin (Sz 1) 7:48,11. 3. Lovisa Claesson (Sd) 7:56,44. 4. Pascale Walker (Sz 2) 7:58,94. 5. Antonia Abraham (Chi) 8:11,76.
Leichtgewichte. Doppelzweier. Hoffnunglauf: 1. Frédérique Rol, Patricia Merz (Sz) 6:59,63. 2. Brianna Stubbs, Eleanor Piggott (Gb) 7:00,44. 3. Fini Sturm, Marie-Louise Draeger (De) 7:07,60. 4. Vanessa Cozzi, Fernanda Ferreira (Br) 7:17,19. 5. Josefa Vila Betancurt, Melita Araham (Chi) 7:21,94. 6. Adriana Escobar, Karla Calvo Sanabria (ESA) 7:39,78. – Vorlauf: 1. Kirsten McCann, Ursula Grobler (RSA) 6:57,90. 2. Miao Wang, Dandan Pan (Chn) 7:01,11. 3. Frédérique Rol, Patricia Merz (Sz) 7:02,68. 4. Matyna Mikolajcak, Weronika Deresz (Po) 7:22,19. 5. Ayami Oishi, Chiaki Tomita (Jp) 7:23,57. 6. Adriana Escobar, Karla Calvo Sanabria (ESA) 8:07,24.
Leichtgewichte. Einer. Hoffnungslauf 1: 1.Joanna Dorociak (Pol) 7:48,47. 2. Ladina Meier (Sz) 7:50,09. 3. Mirte Kraaijkamp (Ho) 7:55,09. 4. Shoko Ueno (Jap) 8:03,58. 5. Camila Valle Granados (Per) 8:08,58. 6. Rojjana Raklao (Thai) 8:25,75. – Hoffnungslauf 2: 1. Michelle Sechser (USA) 7:46,79. 2. Sarah Pound (Aus) 7:49,68. 3. Annie Svensson (Sd) 7:53,34. 4. Tereza Kocianova (Tsch) 7:53,61. 5. Lucia Palermo (Arg) 8:00,73. 6. Pauline Delacroix (Sz) 8:05,93.Vorlauf 2: 1. Anja Noske (De) 7:56,12. 2. Katherine Sauks (Ka) 8:00,05. 3. Lucia Palermo (Arg) 8:08,22. 4. Shoko Ueno (Jap) 8:11,53. 5. Pauline Delacroix (Sz) 8:18,72. 6. Camila Valle Granados (Per) 8:21,63. – Vorlauf 3: 1. Zoe McBride (Nzl) 7:44,26. 2. Elisabeth Woerner (Ho) 7:49,10. 3. Joanna Dorociak (Pol) 7:52,12. 4. Tereza Kocianova (Tsch) 7:55,87. 5. Ladina Meier (Sz) 7:58,67. 6. Annie Svensson (Sd) 7:59,12.

Männer.
Leichtgewichts Vierer ohne Steuermann.
1. Neuseeland (Lassche, Dunham, Bond, Hunter) 5:54,92. 2. Schweiz (Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch, Lucas Tramèr) 5:56,75. 3. China (Jin, Zhao, Yu, Wang) 5:59,36. 4. Tschechien (Vrastiljr, Kopac, Humpolec, Vetesnik) 6:08,34. 5. Kanada (Pratt, Lattimer, Hodge, Woelfl) 6:09,64.
Leichtgewichte. Zweier ohne Steuermann. Hoffnungslauf: 1. Sven Kessler, Julius Peschel (De) 6:36,55. 2. Fiorin Rüedi, Joel Schürch (Sz) 6:37,66. 3. Sergio Perez Moreno (Sp) 6:40,06. 4. Tao Zeng, Deming Kong (Chn) 6:42,21. 5. Jorge Correia Carvalho, Nuno Goncalves Coelho (Por) 6:42,72. 6. Makoto Ishita, Kenta Tadachi (Jp) 6:45,50. – Vorlauf: 1. Emil Espensen, Jens Vilhelmsen (Dän) 6:40,29. 2. Augustin Mouterde, Alexis Guerinot (Fr) 6:42,17. 3. Sven Kessler, Julius Peschel (De) 6:49,65. 4. Fiorin Rüedi, Joel Schürch (Sz) 6:53,51. 5. Jorge Correia Carvalho, Nuno Goncalves Coelho (Por) 7:09,63.
Doppelvierer. 1. Grossbritannien (Lambert, Townsend, Groom, Thomas) 5:50,44. 2. Schweiz (Roman Röösli, Nico Stahlberg, Markus Kessler und Augustin Maillefer) 5:52,68. 3. Litauen (Nemeravicius, Dziaugys, Jancionis, Adomavicius) 6:09,08. 4. USA (Graves, Graves, Dann, Davidson) 6:13,48.
Leichtgewichts Doppelzweier. Vorlauf. 1. James Thompson, John Smith (RSA) 6:21,98. Gary O’Donovan, Paul O’Donovan (Irl) 6:22,89. 3. Michael Schmid, Daniel Wiederkehr (Sz) 6:31,36. 4. Hideki Omoto, Hiroshi Nakano (Jap) 6:38,28. 5. Andre Matias, Jean-Luc Rasamoelina (Ang) 6:55,06.
Leichtgewichte. Einer. Hoffnungslauf: 1. Silvan Zehnder (Sz) 7:09,82. 2. ASk Jarl Tjoem (No) 7:13,99. 3. Hugh Mc Adam (USA) 7:17,07. 4. Prem Nampratueng (Thai) 7:35,41. – Vorlauf: 1. Luka Radonic (Kro) 7:11,20. 2. Lukas Babac (Slk) 7:15,19. 3. Silvan Zehnder (Sz) 7:19,10. 4. Vassil Vitanov (Asd) 7:21,92. 5. Bart Lukkes (Ho) 7:22,53. 6. Sid Boudina (Alg) 7:50,80.

Luzern, 27. Mai 2016/rs.

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