Neun Medaillen am Coupe de la Jeunesse für den SRV-Nachwuchs

  Neun Medaillen am Coupe de la Jeunesse für den SRV-Nachwuchs

Ausgezeichnete Bilanz für die Schweizer Juniorinnen und Junioren am Coupe de la Jeunesse in Poznan (Polen). Mit insgesamt 9 Medaillen (3 Gold, 3 Silber, 3 Bronze) und dem dritten Rang in der Nationenwertung erzielte das Junioren-Team eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre. Mit doppeltem Gold wurde der Doppelzweier mit Linus Copes und Valentin Huehn belohnt. Nach einer Silbermedaille am Samstag gelang dem Juniorinnen-Doppelvierer am Sonntag ein besonderer Effort, der mit der Goldmedaille belohnt wurde.

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Der Malta-See in Poznan ist für die Schweizer Ruderinnen und Ruderer ein erfolgreiches Gewässer. Auch bei der erstmaligen Austragung des Coupe de la Jeunesse in Polen lief es für das sieben Boote umfassende Schweizer Team ausgezeichnet. Beim Coupe de la Jeunesse werden die Rennen in zwei getrennten Tageswertungen ausgetragen, jeweils mit Vorläufen am Vormittag, gefolgt von den Finals am Nachmittag. Somit haben die jungen Mannschaften zwei Mal die Chance, ein gutes Resultat zu erzielen. Der Coupe de la Jeunesse ist eine internationale Regatta unter 12 Nationen (Oesterreich, Belgien, Spanien, Frankreich, Grossbritannien, Ungarn, Italien, Irland, Niederlande, Polen, Portugal und Schweiz) für Juniorinnen und Junioren, welche nicht an der Junioren-Weltmeisterschaft teilnehmen.

Gold und zwei Mal Silber am Samstag
Nachdem am Samstagmorgen sechs der sieben Schweizer Boote in den Vorläufen die Qualifikation für die A-Finals gelungen war, durfte bereits optimistisch auf die Medaillenläufe geblickt werden. Die erste Medaille holten sich im Vierer ohne Steuermann Maximilien Chervaz, Sam Breckenridge (beide SN Genève), Nico Müller (RC Reuss Luzern) und Oliver Gisiger (GC Zürich). Sie vermochten ihre Trainingsleistungen in ein gutes Rennen umzusetzen und holten sich hinter Grossbritannien und vor Italien die Silbermedaille. Für das erstmalige Abspielen der Schweizer Hymne war der Doppelzweier mit Linus Copes (RC Uster) und Valentin Huehn (CA Vésenaz) besorgt. Das Duo, das im Schweizer Team in den Trainingsläufen immer Bestwerte geliefert hatte, zeigte sich auch in guter Rennlaune und vermochte mit einer knappen Bootslänge vor Grossbritannien zu gewinnen, während sich Frankreich Bronze sicherte. Ebenfalls mit einer Medaille belohnt wurde der früh in der Saison gebildete Juniorinnen-Doppelvierer aus der „Suisse romande“. Eline Rol (SN Genève), Emma Kovacs (CA Ville Fribourg), Nina Libal (Lausanne Sports Aviron) und Sarah McErlean (CA Vevey) wurden in einem äusserst knappen Zieleinlauf hinter Italien Zweite und durften sich die Silbermedaille umhängen lassen. Bronze ging derweil an das Boot aus Ungarn. Im vierten Rang klassierte sich der Doppelzweier mit Lisa Lötscher (Seeclub Luzern) und Olivia Nacht (RC Baden). Fabien Donzelli (SA Fribourg) wurde im Skiff Fünfter und Mattea Wüthrich (Belvoir Ruderclub Zürich) rundete die Finalbilanz mit einem sechsten Rang ab. Der Doppelvierer mit Martin Arbter (RC Cham), Nils Schneider (SC Biel), Emanuel Poncioni (RC Blauweiss Basel) und David Kuylen (SC Zug) wurde im B-Final Zweiter und damit im 8. Rang klassiert.

Medaillenregen am Sonntag
Nach dem guten Auftakt am Samstag war das Schweizer Team richtiggehend beflügelt und keineswegs genügsam. Wiederum vermochten sich sechs Boote für den A-Final zu qualifizieren. In den Finals steigerten sich die Schweizer Boote dann gegenüber dem Samstag erfreulich. Der Vierer-ohne mit Maximilien Chervaz, Sam Breckenridge, Nico Müller und Oliver Gisiger machte erneut den Auftakt und vermochte dieses Mal hinter Grossbritannien und Italien die Bronzemedaille zu gewinnen. Das im Rahmen des Selektionsverfahrens neu gebildete Boot avancierte damit zum Doppelmedaillengewinner. Nichts anbrennen liessen im Finale der Doppelzweier Linus Copes und Valentin Huehn. Obwohl der britische Doppelzweier gegen Ende des Rennens noch an das führende Schweizer Boot heranflog, retteten Huehn/Copes eine halbe Sekunde Vorsprung über die Ziellinie und konnten sich zum zweiten Mal die Goldmedaille umhängen lassen. Eine regelrechte Steigerung gelang Skiffier Fabien Donzelli. Er ruderte das ganze Rennen hindurch in Medaillenposition, auf der ersten Streckenhälfte sogar in Führung liegend, wurde er bei 1500 Metern an zweiter Zwischenposition notiert und im Ziel dann auf dem ausgezeichneten dritten Rang. Damit sorgte Fabien Donzelli für einen schönen Bronzemedaillengewinn. Ebenfalls Bronze gab es für Skifferin Mattea Wüthrich. Die ursprünglich als Ersatzfrau vorgesehene Belvoir-Ruderin zeigte im Trainingslager gute Fortschritte und durfte das offizielle Einer-Rennen bestreiten. Während am Samstag die Medaillen noch rund 10 Sekunden ausser Reichweite lagen, ruderte Mattea Wüthrich in sicherer Bronzeposition und sorgte damit für einen schönen Exploit. „Wir danken unserem Coach Pierre Kovacs, dem Schweizerischen Ruderverband und dem Organisationskomitee“, lautete der Kommentar des Juniorinnen-Doppelvierers, nachdem die junge Mannschaft am Sonntag den Final gewinnen konnte. Schweiz vor Grossbritannien und Irland lautete der Zieleinlauf und damit wurde am Sonntag zum zweiten Mal die Schweizer Hymne gespielt. Für die sechste Medaille waren Olivia Nacht und Lisa Lötscher besorgt. Das Doppelzweier-Duo lag immer knapp in Medaillenposition und ruderte sich im Enspurt dann bis auf die Silberposition vor. Nach dem vierten Rang am Samstag wurde das junge Duo mit einer Silbermedaille belohnt.

In der Gesamtwertung belegte das Schweizer Team den dritten Rang. Letztmals gelang dies dem Schweizer Coupe-Team vor drei Jahren anlässlich des Coupe de la Jeunesse auf dem Rotsee. Grossbritannien (273 Punkte) gewann überlegen vor Italien (191 Punkte) und der Schweiz (113 Punkte).

Der nächste Coupe de la Jeunesse wird vom 28.-30. Juli 2017 in Hazewinkel (Belgien) ausgetragen.