Weltcup Luzern: Vierter Rang für Pamela Weisshaupt

  Weltcup Luzern: Hanselmann gewinnt Halbfinale

 

 

Pamela Weisshaupt (LW1x)
Weiterer souveräner Auftritt von Pamela Weisshaupt auf dem Rotsee. Bereits nach dem Start gelang es der Schweizerin, sich auf den zweiten Platz zu setzen und das Feld zu kontrollieren. Durch starke Schlussspurts der Ruderinnen aus Dänemark und Schweden, wurde es um die drei Finalplätze noch einmal spannend. Und doch vermochten sich die Favoritinnen durchzusetzen. Mit dem dritten Platz konnte Pamela Weisshaupt als Weltmeisterin auf der Aussenbahn in das entscheidende Finale gehen. Doch dass mit Weisshaupt auch im Finale zu rechnen war, stand ausser Frage.

Mit einem schlechten Start und dem sechsten Zwischenrang hatte Weisshaupt im Finale bereits nach kurzer Zeit nichts mehr zu verlieren. Doch die Weltmeisterin im leichten Skiff gab sich nicht auf und erkämpfte sich den Anschluss. Durch einen sensationellen Schlusspurt gelang der Schweizerin ein unglaubliches Comeback, welches mit dem vierten Rang belohnt wurde.   Frederic Hanselmann (LM1x) Sensationeller Auftritt von Frederic Hanselmann im stark besetzten Halbfinale vom Samstagmorgen. Nach einem durchzogenen Start und dem dritten Zwischenrang, zeigte Hanselmann eindrücklich dass mit ihm zu rechnen ist und rollte das Feld von hinten auf.   Mit der besten Zeit auf dem letzten Streckenabschnitt gelang es dem Schweizer Leichtgewichtsruderer als Sieger des Halbfinales in das Finale einzuziehen.   Im Finale unterstrich Hanselmann mit einem schnellen Start gleich zu Beginn seine Ambitionen auf eine Medaille. Den dritten Zwischenrang vermochte der Schweizer allerdings nicht lange halten und fiel bereits vor Rennhälfte zwei Plätze zurück. Mit einem intensiven Halbfinale in den Beinen war Hanselmann nicht mehr in der Lage auf die hohe Frequenz seiner Gegner zu reagieren und musste sich im Ziel mit dem fünften Rang zufrieden geben.   Simon Niepmann, Oliver Angehrn (LM2-) Nach einem starken Vorlauf und der direkten Qualifikation für das Halbfinale mussten die jungen Schweizer Niepmann und Angehrn im Halbfinale Lehrgeld bezahlen. Bereits nach dem Start vermochten sie nicht mehr mit dem Feld mitzuhalten und mussten ihr eigenes Rennen fahren.   Doch die Schweizer, welche für die Zukunft grosse Ambitionen haben dürfen, gaben sich nicht auf und behielten den Abstand zum Feld gering. Der sechste Rang im Halbfinale konnten sie allerdings auch mit grösstem Willen nicht mehr verhindern.   Sara Hofmann und Nora Fiechter (W2x) Zu starke Konkurrenz im Halbfinale für Hofmann und Fiechter. Mit Italien und Neuseeland bekamen es die Schweizerinnen mit zwei Teams zu tun, welche das Feld nach Belieben kontrollierten und ihr eigenes Rennen fuhren.   Da nur die ersten beiden Plätze für das Finale berechtigten, war diese Hoffnung bereits nach Streckenhälfte auf ein Minimum gesunken. Schlussendlich war es der vierte Platz und somit das kleine Finale für Hofmann und Fiechter.   André Vonarburg und Florian Stofer (M2x) Starker Auftritt trotz verpasster Finalqualifikation von Vonarburg und Stofer. Durch das ungewohnt stark besetzte Feld im zweiten Halbfinale des Doppelzweiers der Männer, waren die beiden Schweizer Aushängeschilder zu Glanzleistungen gezwungen. Und der Doppelzweier wusste im Halbfinale zu gefallen. Harmonisch und kraftvoll ruderten die beiden Sempacher von Beginn weg und hatten im Mittelteil der Strecke eine sehr hohe Bootsgeschwindigkeit, welche das Schweizer Boot zwischenzeitlich auf den zweiten Platz vorstiessen liess.   Das Schweizer Boot konnte vom Start weg mithalten und konnte sich bei Streckenhälfte den dritten Zwischenrang notieren lassen. Während die Boote aus Polen und den USA zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlagen waren, kämpften vier Boote um drei Finalplätze. Mit einem Zwischenspurt nach 1500 Metern gelang es dem Boot aus Grossbritannien die Schweizer wieder zu überholen und mit einem geringen Vorteil in den Schlussspurt zu gehen.   Dieser gelang dann allerdings den Schweizern sehr gut, weshalb es nochmals hauchdünn wurde. Mit 0,34 Sekunden Vorsprung behielten die Briten das bessere Ende für sich und schickten den Schweizer Doppelzweier in das kleine Finale vom Sonntag.   Die beiden Halbfinals im Doppelzweier der Männer waren aber alles andere als ausgeglichen, was die Zeiten bestätigen, denn die beste Zeit des ersten Halbfinals entspricht einem fünften Platz im zweiten Halbfinale.   Regina Naunheim (W1x) Mit der Chinesin Zhang Xiuyun und Katherine Grainger aus Grossbritannien waren gleich zwei Athletinnen der aktuellen Weltspitze im Skiff der Frauen am Start des Halbfinales mit Regina Naunheim. Es waren dann auch diese beiden Ruderinnen, welche das Kommando übernahmen und das Feld zu kontrollieren vermochten.   Da die ersten drei Plätze für den Finaleinzug berechtigten, waren die Chancen von Regina Naunheim weiterhin intakt. Nach einer guten ersten Streckenhälfte lag Naunheim auf dem dritten und somit einem Finalplatz. Doch dieses Tempo vermochte sie nach einem harten ersten Wettkampftag nicht mehr mitzugehen und fiel zurück.   Ein fünfter Rang und das B-Finale waren die Ausbeute von Regina Naunheim, welche sich einer stärkeren Konkurrenz im Halbfinale geschlagen geben musste.   Eliane Waser und Fabiane Albrecht (LW2x) Ähnlicher Rennverlauf auch bei Eliane Waser und Fabiane Albrecht, welche es mit starken europäischen Booten zu tun bekamen. Bereits nach dem Start trennte sich das Feld in eine führende Gruppe mit vier Booten aus Grossbritannien, Belgien, Polen und den Niederlanden und zwei Teams aus der Schweiz und Schweden, welche das Tempo nicht mithalten konnten.   Im Ziel war es der fünfte Platz für Albrecht und Waser welche in einem starken Feld wertvolle internationale Erfahrungen sammelten und mit den Rennen auf dem Rotsee ihre aktuelle Stärke unterstrichen.   Patrick Joye, Mario Gyr, Lucas Tramer und Silvan Zehnder (LM4-) Zu starke Gegner für den Einzug in das Finale auch für den leichten Vierer der Schweiz mit Gyr, Tramer, Joye und Zehnder. Obwohl das Feld über das ganze Rennen hinweg dicht und hart umkämpft blieb, vermochte sich der Schweizer Vierer zu keinem Zeitpunkt auf einen Finalplatz zu schieben.   Nach einer ansprechenden Leistung der jungen Leichtgewichtsruderer auf der ersten Streckenhälfte, gelang es ihnen nicht, auf der zweiten Hälfte die benötigte Leistungssteigerung hervorzurufen. Der anstrengende erste Wettkampftag und das starke Feld im Halbfinale waren mögliche Gründe dafür, dass sich die hohen Ziele des erfolgreichen Vierers nicht erfüllten.   Der fünfte Platz im Halbfinale war der Lohn für ein engagiertes Rennen in einem starken internationalen Feld. Doch nach der Medaille dieses Vierers an den U23-Weltmeisterschaften und den ansprechenden Auftritten an den Weltcup Regatten wird auch in Zukunft mit einem schnellen leichten Vierer der Schweiz zu rechnen sein.   Luzern, 11. Juli 2009/mz; cs.