WM Rotterdam: Jan Schäuble rudert in den A-Final

  WM Rotterdam: Jan Schäuble rudert in den A-Final

Jan Schäuble überzeugt mit der Finalqualifikation. Der junge Skiffier vom Seeclub Stansstad zeigte im starken Gegenwind ein starkes Rennen und ruderte sich damit den Platz im A-Final heraus.

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>> Fotos WM Rotterdam vom 27.08.2016 (von Detlev Seyb)

Bei den Junioren standen heute die Halbfinals auf dem Programm. Für die Schweiz am Start gleich drei Boote: Jan Schäuble (Seeclub Stansstad) und Nina Baumann (See-Club Luzern) im Einer sowie Jana Nussbaumer (See-Club Zug), Sofia Méakin (Club d’Aviron Vésenaz), Larissa Conrad (See-Club Luzern), Olivia Negrinotti (Società Canottieri Ceresio) im Doppelvierer.

Jan Schäuble rudert sich in den A-Final
Der erst 16-Jährige Jan Schäuble startete in seinem Halbfinal wie bereits im Viertelfinal ruhig. Ab Rennhälfte lag er auf dem finalberechtigten dritten Platz, den er – mit der schnellsten Abschnittszeit auf dem dritten Streckenviertel – in der Folge souverän verteidigte. Vor den Weltmeisterschaften war das Ziel des Gymnasiasten am Kollegium in Stans der B-Final. So strahlte er nach der A-Finalqualifikation denn auch: «Ich bin mehr als zufrieden mit dem Erreichten. Alles was noch kommt, ist Zugabe.» Doch Befürchtungen, dass Jan Schäuble nun den Fokus für den Saisonhöhepunkt verliert, sind unbegründet. Gefragt nach der Finalvorbereitung antwortet er: «Ich werde alles genau gleich machen wie immer.» Selbstverständlich. Die SRV-Nachwuchs-Chefin Anne‐Marie Howald beschreibt ihren Athleten nicht umsonst kurz und knapp als «clever und cool.» Und sie führt aus: «Jan kann sich sehr gut einschätzen. Das ist eine grosse Stärke.» Ein rangmässiges Ziel für das A-Final will Anne-Marie Howald nicht nennen: «Das Ziel ist es, dass er sich erholen kann und nochmals ein solch gutes Rennen zeigen kann.» Eine weitere positive Erinnerung, die Jan Schäuble aus Rotterdam mitnehmen könnte. Denn schon jetzt sei das Erlebte schwierig in Worte zu fassen: «An einer Weltmeisterschaft zu sein, ist schon sehr speziell», erklärt er und erzählt von den Freundschaften mit den Einer-Rudern aus Kroatien, Österreich oder Slowenien, die sich im Verlauf des Anlasses oder bereits an den Europameisterschaften entwickelt haben. Diese Ruderer haben den Schritt in den A-Final alle nicht geschafft und werden morgen im B-Final antreten. Im A-Final trifft Jan Schäuble hingegen auf Brasilien, Litauen, Deutschland, Weissrussland und Dänemark. In diesem Feld wird er einmal mehr der Jüngste sein. Überhaupt hat nur Aliaksandr Pashkevich aus Weissrussland den selben Jahrgang. Alle anderen sind über ein Jahr älter. Doch Jan Schäuble kann dies nicht aus der Ruhe bringen. Der A-Final kann kommen.
Nicht in den A-Final gereicht hat es den beiden Juniorinnen-Boote. In ihren jeweiligen Halbfinals wurden sie Sechste. Damit starten beide Boote morgen im B-Final und rudern um die Plätze 7 bis 12.

Junioren Zweier mit Doppeleinsatz
Nico Müller (Ruderclub Reuss) und Oliver Gisiger (Grasshopper Club Zürich) sind heute gleich zweimal im Einsatz gestanden. Am Morgen absolvierte das Duo den C/D-Halbfinal und qualifizierte sich souverän für den C-Final. In diesem setzten sich die beiden südamerikanischen Boote aus Chile und Argentinien früh ab. Dahinter kämpfte das Schweizer Duo gegen die Türkei und die Lokalmatadoren aus Holland um den dritten Platz. Auf dem dritten Streckviertel gelang es ihnen, sich an den Türken vorbei auf Rang 3 zu schieben. Diesen Platz und damit Gesamtrang 15 konnten sie bis ins Ziel verteidigen.