Als Einheit zur Silbermedaille: der leichte Frauen-Doppelvierer

  Als Einheit zur Silbermedaille: der leichte Frauen-Doppelvierer

Der leichte Doppelvierer der Frauen hat an den U23-Weltmeisterschaften mit dem Gewinn der Silbermedaille überzeugt. Abgesehen von Pauline Delacroix (CA Vésenaz), die vor zwei Jahren in der gleichen Bootsklasse bereits die Bronzemedaille gewonnen hatte und ihre letzte U23-Saison bestritten hat, war es für die Ruderinnen Serafina Merloni (SC Stansstad), Lara Eichenberger (RC Uster) und Fabienne Schweizer (SC Luzern) der erste Start an U23-Weltmeisterschaften und das erste Edelmetall an internationalen Titelkämpfen.

Dieser Erfolg war dank einer starken Teamleistung möglich. Wer welche Stärken ins Boot brachte verraten die Athletinnen gleich selber:

Serafina Merloni über Fabienne Schweizer
«Fabienne ist immer am längsten von uns ruhig geblieben. Wir anderen sind oft ziemlich laut und hektisch – gerade vor dem Start. Fabienne bringt uns in diesen Momenten die wichtige Ruhe zurück.»

Fabienne Schweizer über Pauline Delacroix
«Pauline weiss im Boot immer was gut ist. Wir können ihr völlig vertrauen. Wenn sie Schlagzahl 40 vorgibt, dann wissen wir, dass es das Richtige ist und gehen mit.»

Pauline Delacroix über Lara Eichenberger
«Obschon Lara am wenigsten internationale Erfahrung von uns hatte, war sie stets sehr präsent. Sie zeigte uns auch immer, dass sie bereit ist, zu kämpfen. Ihr Kommandos im Boot waren deutlich, klar und wir haben uns alle darauf verlassen.»

Lara Eichenberger über Serafina Merloni
«Bei Serafina können wir uns darauf verlassen, dass sie bei wichtigen Wettkämpfen alles abrufen kann, was wir im Training erarbeitet haben. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass Serafina in Drucksituationen noch besser rudert als sonst.»

Jede der vier hat also mit ihrer Stärke das Boot schnell gemacht. Doch betonen sie, dass sie vor allem ein starkes Team waren. Das bestätigt auch Projekttrainerin Pamela Weisshaupt: «Die vier haben mich insbesondere mit ihrer Entschlossenheit beeindruckt. Sie wollten gemeinsam Etwas erreichen. Schön zu sehen war, dass jede sich selber bleiben konnte und sie gemeinsam eine starke Einheit geformt haben.» So stark, dass sie hier in Rotterdam die Silbermedaille gewonnen haben.

Interview: Regula Schweizer, Kommunikation SRV
Fotos: Detlev Seyb, Schweizerischer Ruderverband