Armee hat Zeitmilitär-Stellen für Spitzensportler neu besetzt

  Armee hat acht Zeitmilitär-Stellen für Spitzensportler neu besetzt

Im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio hat ein Selektionsgremium bestehend aus dem Kommando des Kompetenzzentrums Sport der Armee, Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport BASPO acht Zeitmilitär-Spitzensportler-Stellen neu besetzt oder verlängert. Sechs Athletinnen und Athleten erhielten neu einen Vierjahres-Vertrag; mit zwei wurde er für vier Jahre verlängert.

Ab Februar 2017 sind acht Vertreter von Sommersportarten beim Heer mit einem 100%-Pensum (50%-Salär) als Zeitmilitär-Spitzensportler angestellt und militärversichert. Die Anstellung dauert bis nach den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio. Insgesamt 19 Athletinnen und Athleten, die bereits die Spitzensport-Rekrutenschule absolviert hatten, zeigten Interesse. Ausgewählt wurden im Rahmen eines Selektionsprozesses drei Sportlerinnen und fünf Sportler aus sechs Sportarten. Aus dem Rudersport gehören Jeannine Gmelin und Barnabé Delarze zu den Selektionierten. Berücksichtigt wurde unter anderen die Einer-Ruderin Jeannine Gmelin (RC Uster): «Ich freue mich ausserordentlich über die Zusage für diese Stelle. Es macht mich stolz zu diesem auserwählten Kreis von Athleten zu gehören und die Armee gegen aussen vertreten zu dürfen. Diese Stelle ermöglicht mir, mein Training sowie mein Umfeld zu professionalisieren und mich im Hinblick auf Tokio 2020 optimal vorbereiten zu können», sagte die Olympia-Fünfte von Rio. 

Jeannine Gmelin und Barnabé Delarze folgen auf die Ruder-Olympiasieger Mario Gyr und Simon Schürch, welche in den letzten vier Jahren ebenfalls als angestellte Zeitmilitär-Spitzensportler von der Spitzensportförderung der Armee profitieren konnten. 

 

Die acht Zeitmilitär-Spitzensportler (Sommersportarten) mit neuem Vertrag bis 2020. Männer: Barnabé Delarze (Lausanne/Rudern, neu), Jéremy Desplanches (Bernex/Schwimmen, neu), Max Heinzer (Immensee/Fechten, bisher), Jan Lochbihler (Holderbank/Schiessen, neu). – Frauen: Jolanda Annen (Schattdorf/Triathlon, neu), Nina Christen (Wolfenschiessen/Schiessen, neu), Jeannine Gmelin (Uster/Rudern, neu), Linda Indergand (Silenen/Mountainbike, bisher).

Wintersportarten (Vertrag bis nach OWS 2018 Pyeongchang). Männer: Luca Aerni (Grosshöchstetten/Ski alpin), Jonas Baumann (Davos-Dorf/Langlauf), Gianluca Cologna (Davos-Dorf/Langlauf), Gregor Deschwanden (Horw/Skispringen), Alexander Fiva (Parpan/Skicross), Armin Niederer (Klosters-Dorf/Skicross), Benjamin Weger (Realp/Biathlon). – Frauen: Denise Feierabend (Engelberg/Ski alpin), Patrizia Kummer (Mühlebach/Snowboard alpin), Julie Zogg (Weite SG/Snowboard alpin).

Quelle: BASPO, ergänzt durch SRV

Bilder: Detlev Seyb, Swiss Rowing