Weltcup München: Leichter Vierer im Finale und Gold für Pamela Weisshaupt

  Weltcup München: Leichter Vierer im Finale und Gold für Pamela Weisshaupt

Am zweiten Regattatag resultierten für den Schweizerischen Ruderverband zwei Highlight-Resultate. Der Leichtgewichtsvierer mit Mario Gyr, Simon Niepmann, Valentin Gmelin und Simon Schürch sicherte sich dank einem Sieg im Hoffnungslauf den Finaleinzug. Das Finale gar gewonnen hat Pamela Weisshaupt im Skiff der Leichtgewichts-Frauen. Nach einem Wimpernschlag-Finale kreuzte Pamela Weisshaupt die Ziellinie als Erste und verbuchte damit ihren ersten Sieg im Skiff Leichtgewichte, die jeweils als internationale Rennen im Rahmen des Ruder-Weltcups ausgetragen werden.

Die Hoffnungsläufe und Halbfinals der olympischen Bootsklassen sowie die Entscheidungen in den nicht-olympischen Bootsklassen fanden bei sehr heissen Temperaturen und schwachem Wind statt.

Leichtgewichts-Vierer erneut im A-Finale
Der „leichte“ Vierer tritt an dieser dritten Weltcup-Regatta erneut in der Besetzung Mario Gyr, Simon Niepmann, Valentin Gmelin und Simon Schürch an. In dieser Besetzung hatte sich die Mannschaft vor drei Wochen bereits für den Final beim Weltcup in Luzern qualifiziert und den sechsten Rang erreicht. Heute ruderte die von Headcoach Simon Cox gecoachte Crew im Hoffnungslauf gegen Polen, Tschechien und Deutschland. Ein zweiter Rang war für den Finaleinzug gefordert. Das Schweizer Boot startete gut und lag von Beginn weg zusammen mit Tschechien an der Spitze des Feldes. Kurz vor Streckenhälfte konnte sich der Schweizer Vierer dann leicht absetzen und sicherte die Führung in diesem Rennen ab. Mit dem Sieg vor Tschechien im Hoffnungslauf zieht das Schweizer Boot erneut ins A-Finale ein.

Erster Sieg für Pamela Weisshaupt bei einer Weltcup-Regatta
Nachdem sich Pamela Weisshaupt am Vormittag mit einem Halbfinalsieg sicher für das A-Finale qualifizierte, wurde dieses zu einem regelrechten „Hitchcock-Finale“. Während des ganzen Rennens lagen die Boote recht nahe beieinander und es war die Belgierin Geentjens, welche auf der Aussenbahn den Mittelteil des Rennens bestimmte. Innerhalb einer Länge liegend setzte dann Pamela Weisshaupt zu ihrem starken Endspurt an und holte die vor ihr liegenden Boote auf. So waren es die Boote aus Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz, welche fast wie ausgerichtet der Ziellinie entgegen sprinteten. Nach Konsultation des Zielfilms wurde Pamela Weisshaupt als Siegerin des Rennens ausgerufen vor der Belgierin Geentjens und der bisherigen Dominatorin der Saison, der Österreicherin Taupe-Traer. Mit diesem Sieg holte sich Pamela Weisshaupt ihren ersten Sieg im Skiff Leichgewichte an einer Weltcup-Regatta. Das Rennen wird jeweils als internationales Rennen an den Weltcup-Regatten angeboten.

Doppelvierer im Strudel des italienischen Duells
Der Männer-Doppelvierer Nico Stahlberg, André Vonarburg, Augustin Maillefer, Florian Stofer musste in seinem Hoffnungslauf gegen zwei italienische Doppelvierer, die Briten sowie ein tschechisches Boot antreten. Nach einem guten Startteil, verlor das Schweizer Boot auf den zweiten 500 Metern den Kontakt zu den italienischen Booten. Diese duellierten sich an der Spitze des Rennens und direkt nebeneinander rudernd, unerbittlich und gaben ein hohes Tempo vor. Das britische Boot vermochte mit seiner Bugspitze den Kontakt zu halten, was dem Schweizer Boot nicht gelang. Dank eines gewaltigen Endspurts der Briten vermochte sie sich noch auf den zweiten Platz vor zu rudern. Dem Schweizer Boot blieb der vierte Platz und wird damit morgen Sonntag im B-Finale rudern.

Ebenfalls ein gutes Rennen zeigte der Leichtgewichts-Zweier ohne Steuermann mit Michael Schmid und Silvan Zehnder. Sie vermochten das B-Finale zu gewinnen und schliessen die Regatta damit auf Rang 7 ab. Im B-Finale der Leichtgewichts-Einer resultierte für den Lausanne Frédéric Hanselmann der insgesamt 12. Schlussrang. Daniel Wiederkehr hat die Regatta mit dem Rennen im Platzierungsrennen um Rang 19 abgeschlossen. Er gewann das Rennen nach einer überzeugenden Aufholjagd. Ohne Chance auf ein Weiterkommen waren Olivia Wyss und Eliane Waser im Doppelzweier der Leichtgewichts-Frauen.

Die Weltcup-Finalregatta wird morgen Sonntag mit den Platzierungsrennen in den olympischen Bootsklassen sowie den Finalrennen abgeschlossen. Der Leichtgewichts-Vierer startet um 11:57 Uhr zum Finalrennen.

Resultate.
Rudern: Samsung World Rowing Cup Regatta in München (Deutschland) – Resultate 2. Regattatag (Sa, 16. Juni 2012)
Frauen:
Skiff Leichtgewichte (A-Finale): 1. Pamela Weisshaupt (Sz) 8:09,21.
2. Geentjens (Be) 8:09,34. 3. Taupe-Traer (Ö) 8:09,48. 4. Pless (De) 8:10,37. 5. Palermo (Arg) 8:15,43. 6. Twyman (Gb) 8:15,53.

Doppelzweier Leichtgewichte (1. Hoffnungslauf): 1. Ayling/Edward (Neus) 7:19,10. 2. Thomsen/Rasmussen (Dä) 7:21,68. 3. Watson/Every-Hall (Aus) 7:27,49. 4. Eliane Waser/Olivia Wyss (Sz) 7:40,33. 5. Rohner/Kraljev (Arg) 7:42,94. Waser/Wyss damit im B-Finale.

Männer:
Skiff Männer (2. Halbfinale):
1. Campell (Gb) 7:10,41. 2. Karonen (Sd) 7:10,97. 3. Loliger Salas (Mex) 7:16,09. 4. Trzybinski (De) 7:24,55. 5. Dimitri Weitnauer (Sz) 7:25,86. 6. Iwan (Arg) 7:32,29. Dimitri Weitnauer damit im B-Finale.

Skiff Leichtgewichte (Final B, Ränge 7-12): 1. Berg (Ö) 7:21,27. 2. Lawitzke (De) 7:25,64. 3. Jimenez (Mex) 7:27,64. 4. Hrvat (Slo) 7:28,13. 5. Lesniak (Pol) 7:33,57. 6. Frédéric Hanselmann (Sz) 7:44,76.

Skiff Leichtgewichte (D-Final, Plätze 19-24): 1. Daniel Wiederkehr (Sz) 7:15,83. 2. La Padula (I) 7:21, 30. 3. Guipe Jimenez (Ven) 7:23,67. 4. Aspillaga (Peru) 7:30,64. 5. Massouc (Ägy) DNF, 6. Mottram (Gb) DNS.

Zweier ohne Steuermann Leichtgewichte (B-Final, Ränge 7-12): 1. Michael Schmid/Silvan Zehnder (Sz) 6:58,27. 2. Chernikov/Rabel (Ö) 6:59,26. 3. Arriaga/Lopez (Mex) 7:05,12. 4.Tang/Kwan (Hong) 7:07,64. 5. Ikeda/Nishikawa (Jap) 7:08,34. 6. Libois/Mareels (Be) 7:17,70.

Vierer ohne Steuermann Leichtgewichte (2. Hoffnungslauf): 1. Schweiz (Mario Gyr, Simon Niepmann, Valentin Gmelin, Simon Schürch) 6:16,32. 2. Tschechien 6:17,58. 3. Polen 6:25,32. 4. Deutschland 6:28,11. Schweiz damit im A-Finale.

Doppelvierer (2. Hoffnungslauf): 1. Italien 1, 5:57,01. 2. Grossbritannien 5:57,43. 3. Italien 2 5:57,97. 4. Schweiz (Nico Stahlberg, André Vonarburg, Augustin Maillefer, Florian Stofer) 6:09,87. 5. Tschechien 2, 6:13,08. Schweiz damit im B-Finale.

Mehr Informationen und detaillierte Resultate sind unter www.worldrowing.com zu finden.

München, 16. Juni 2012/cs.