Gute Auftaktbilanz der SRV-Junioren-Mannschaft in München

  Gute Auftaktbilanz der SRV-Junioren-Mannschaft in München

An der internationalen Junioren-Regatta München findet jeweils anfangs Mai die erste grosse Leistungsschau zum Saisonbeginn statt. 767 Ruderinnen und Ruderer aus 12 Nationen hatten sich auf der Olympia-Regattabahn von 1972 eingefunden, um sich gegeneinander zu messen. Auch der Schweizerische Ruderverband war mit einer Delegation von knapp 20 Athletinnen und Athleten in München am Start. Die Schweizer Boote erlebten einen erfreulichen Start in die internationale Saison.

Für ein besonderes Schweizer Highlight sorgten Joshua Meyer und Alois Merkt dank Vorlaufsieg und einem sehr guten dritten Rang im Zweier ohne Steuermann. Die beiden 17jährigen Ruderer des Grasshopper Club Zürich überzeugten mit guter Riementechnik und kämpferischen Rennen. Hinter einem sehr schnellen deutschen Boot und einer tschechischen Paarung sicherten sie sich die Bronzemedaille vor den Booten aus Frankreich, Grossbritannien und einem weiteren deutschen Boot. Am Sonntag vermochten Meyer/Merkt zusammen mit ihren Ruderpartnern Nicolas Kamber (GC Zürich) und Vincenzo de Luca (CC Lugano) auch im Vierer ohne Steuermann zu überzeugen und gewannen ihren Lauf deutlich. Bereits am Samstag ruderte der Vierer ohne Steuermann in leicht veränderter Besetzung erfreulich. Am Samstag ruderte der Schweizer Riemenvierer in der Besetzung mit Nicolas Kamber, Alexandre von Allmen (beide GC Zürich), Ludovic Cornu (CA Vevey) und Vincenzo de Luca (CC Lugano). Diese Kombination erreichte bei starker Konkurrenz einen zweiten Vorlaufrang und im B-Finale den vierten Platz.

Jacob Blankenberger überzeugte im Skiff
Ebenfalls ein gutes Regatta-Wochenende erlebte Skiffier Jacob Blankenberger (Grasshopper Club Zürich). Da er im Vorlauf mit dem Deutschen Naske den schnellsten der 35 gemeldeten Ruderer zugeteilt erhielt, ging es bereits im Vorlauf so richtig zur Sache. Nach einem verhaltenen Start, lieferte sich Blankenberger mit dem Tschechen Hellebrand ein Bord an Bord Duell um den zweiten Platz immer etwa eine bis zwei Bootslängen hinter dem Deutschen liegend. Jacob Blankenberger entschied das Duell auf der zweiten Streckenhälfte für sich und wurde mit der zweitbesten Tageszeit Zweiter. In allen anderen Vorläufen hätte er im Zeitvergleich gewonnen. Im kleinen Finale gewann Jacob Blankenberger nach einem guten Rennen, in welchem ihn der keck rudernde Tunesier Taieb auf der ersten Streckenhälfte zu fordern vermochte. Am Sonntag traf Jacob Blankenberger in einem Serienrennen erneut auf den Tschechen Hellebrand und erneut behielt Jacob Blankenberger dank einer guten Leistung bei hohem Wellengang die Oberhand und gewann das Rennen.

Doppelvierer noch nicht konstant genug
Sowohl bei den Juniorinnen wie bei den Junioren waren auch Doppelvierer-Projekte am Start. Bei den Juniorinnen resultierte am frühen Sonntagmorgen dank einer feinen Vorlaufleistung und dem dritten Rang der Finaleinzug im Juniorinnen-Doppelvierer. Im Finale, das bei hohem Wellengang und böigem Mitwind stattfand, kam die junge Schweizer Mannschaft mit Schlagfrau Debora Hofer (SC Thun), Serafina Merloni, Flurina Christen (beide SC Stansstad) und Louisa Geuke (SC Luzern) dann nicht mehr so richtig zurecht. Sie belegten den sechsten Rang. Am Samstag ruderten die vier Juniorinnen zudem in zwei Doppelzweier-Kombinationen. Beide Boote erreichten je einen zweiten Rang im Vorlauf, worauf sie im B-Finale einander gegenüberstanden. Hofer/Merloni erreichten den dritten Rang hinter Grossbritannien und Deutschland, jedoch vor Frankreich, ihren Teamkolleginnen Christen/Geuke sowie dem polnischen Boot.

Viel Lehrgeld bezahlen musste am ersten Regattatag der Junioren-Doppelvierer mit Andrea Schmid (SC Biel), Umberto Sala (SC Locarno), Yassin Anthonipillai (Lausanne Sports Aviron) und Pascal Ryser (RC Thalwil). Weder in den Doppelzweiern noch im Doppelvierer wollte der Trainingsgruppe am Samstag etwas Zählbares gelingen. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung am Sonntag vermochte die Mannschaft nun das hohe internationale Tempo mitzugehen und ruderte im Vorlauf knapp an der Finalqualifikation vorbei. Im kleinen Finale resultierte für das Schweizer Boot dann gar ein Sieg, da sie von einem Missgeschick im tschechischen Boot profitieren konnten.

Die beiden nominierten Ersatzleute Serafin Streiff (RC Blauweiss Basel) und Jonathan Moser (SC Biel) starteten ebenfalls im Doppelzweier und im Zweier-ohne und wussten sich mit guten Rennen positiv in Szene zu setzen.

>> Bilder Int. Junioren-Regatta München 10./11. Mai 2014

>> Resultate Int. Junioren-Regatta München 10./11. Mai 2014

München, 11. Mai 2014/cs.