Am Rotsee kann neues Ruderzentrum gebaut werden

  Am Rotsee kann neues Ruderzentrum gebaut werden

Medienmitteilung
Am Rotsee kann Ruderzentrum gebaut werden

Luzern, 13.01.2015. Die Baubewilligung für das neue Ruderzentrum und die weiteren Massnahmen zur Gesamterneuerung der Naturarena Rotsee wurde vom Luzerner Stadtrat erteilt und ist rechtskräftig. Die Bauarbeiten starten 2015 und sollen bis Frühling 2016 abgeschlossen sein.

„Ende November erhielten wir vom Luzerner Stadtrat die gute Nachricht der Baubewilligung. Allerdings mussten wir noch die Rekursfrist von 20 Tagen abwarten. Da keine Einsprachen weiter gezogen wurden, ist die Baubewilligung definitiv rechtskräftig“, freut sich Cédric Habermacher, Geschäftsführer Naturarena Rotsee. Die Bewilligungen umfassen ein neues Ruderzentrum, die Aufwertung von Wegen, Plätzen und Uferzonen sowie die Erneuerung mobiler, ruderspezifischer Wettkampfinfrastrukturen.

Alle baulichen Eingriffe werden mit grosser Rücksicht auf Natur und Naherholung vorgenommen. Das entspricht dem öffentlichen Interesse und ist in der kantonalen Verordnung zum Schutz des Rotsees und seiner Ufer geregelt. Die Baubewilligung schreibt für die Bauphase weitere Massnahmen vor, die dem Schutz der Lebensräume von Tieren und Pflanzen gelten. Nach der Gesamterneuerung wird die grosszügige Rotseewiese weiterhin der Naherholung dienen und wie bis anhin von der Stadtgärtnerei gepflegt. „Für die Massnahmen in den Uferbereichen sowie den Wegen und Plätzen haben wir in den letzten Jahren eng mit Vertretern von Naturschutz, Quartier, Rudersport und der öffentlichen Hand zusammen gearbeitet. Es ist uns gelungen, die funktionellen Anforderungen des Rudersports mit den Bedürfnissen von Natur und Naherholung in grosse Übereinstimmung zu bringen“, sagt Habermacher. Es erfolgen wenige Eingriffe in schutzwürdige Lebensräume. Wo diese trotzdem notwendig werden, werden ökologische Ausgleichsmassnahmen vorgenommen.

Umsetzung bis Frühling 2016
Mit der Baubewilligung ist der Weg frei für die letzten Etappen in der Gesamterneuerung der Naturarena Rotsee. Erste Bauarbeiten beginnen bereits im Frühling 2015. Herzstück ist das neue Ruderzentrum. Dieses kommt am selben Ort zu stehen wie das alte Gebäude. Um den heutigen Raumbedürfnissen bei internationalen Ruderwettkämpfen zu genügen, wächst das Zentrum in seinen Dimensionen. Entworfen wurde es von Fuhrimann/Hächler-Architekten AG Zürich. Sie gingen im April 2012 als Sieger aus einem Studienauftrag zur Naturarena Rotsee hervor. Bereits auf die Ruderwelt 2016 sollen das neue Ruderzentrum sowie die weiteren Massnahmen umgesetzt sein.

Kostendeckender Betrieb
Nach der Bauphase übergibt der Verein Naturarena Rotsee das Ruderzentrum für den Betrieb in die Verantwortung der Stiftung Ruderzentrum Luzern-Rotsee. Gemäss Informationen von René Fischer, Präsident der Stiftung, wird sich die öffentliche Hand nicht an den Betriebskosten der Ruderinfrastrukturen beteiligen müssen: „Wir werden im Ruderzentrum zwei zonenkonforme Zusatznutzungen installieren: einerseits werden gewisse Räume in der regattafreien Zeit an die zweisprachige Tagesschule Four-Forest Bilingual International School vermietet, welche bereits in der unmittelbaren Nachbarschaft ansässig ist. Andererseits wird der Schweizerische Ruderverband einen Trainingsraum betreiben. Somit ist ein kostendeckender Betrieb garantiert.“

Projekte sind finanziert
Für die noch anstehenden Bauprojekte investiert der Verein Naturarena Rotsee rund 14.7 Millionen Franken. 1.3 Millionen Franken kostete der Zielturm, der bereits 2013 in Betrieb genommen wurde. Insgesamt sind die Investitionen für die Gesamterneuerung der Naturarena Rotsee auf 16 Millionen veranschlagt. Knapp 13.5 Millionen Franken steuern die öffentlichen Hände (Bund, Kanton und Stadt Luzern sowie die Gemeinde Ebikon) bei. Der Rest erfolgt von privater Seite. „Wir sind auf Zielkurs, was die private Finanzierung angeht. Es fehlen noch knapp 200‘000.- Franken. Wir sind zuversichtlich, diese Gelder parallel zum Start der Realisierungsarbeiten einbringen zu können“, sagt Cédric Habermacher.