Zwei Schweizer Finalplätze an der Junioren-EM in Trakai

  Zwei Schweizer Finalplätze an der Junioren-EM in Trakai

An der Junioren-EM in Trakai erreichte das Schweizer Team Klassierungen auf den Rängen sechs bis acht. In den Halbfinals vom Vormittag realisierten Ella von der Schulenburg (Seeclub Küsnacht) und Jana Nussbaumer (Seeclub Zug) im Doppelzweier dank einem dritten Halbfinalrang den Finaleinzug. Im eng zusammenliegenden Finale hielt das Duo wacker mit, erreichte das Ziel letztlich aber auf dem sechsten Platz. Ebenfalls auf den sechsten Rang ruderte der Junioren-Achter, während Jan Schäuble (Seeclub Stansstad) das kleine Finale gewann. Der Juniorinnen-Doppelvierer belegte den 8. Rang.

>> Bilder JEM Trakai, Finaltag (Bilder: D. Seyb, M. Derlien)
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>> Bilder JEM Trakai, Samstag (Bilder: D. Seyb, M. Derlien)
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580 Ruderinnen und Ruderer aus 32 Nationen haben an diesem Wochenende zu einem neuen Teilnahmerekord an der Junioren-Europameisterschaft geführt. Am Samstag standen die Vor- und Hoffnungsläufe auf dem Programm. Am Sonntag ging es zuerst in den Halbfinals um die begehrten Finalplätze, dann folgten die Klassierungsrennen und letztlich die Medaillenfinals, alles in einem Tag komprimiert. Für diese A-Finals waren zwei der fünf SRV-Boote qualifiziert. Bei trockenen Verhältnissen, blies zeitweise ein böiger Seitenwind über die auf den mittleren 1000 Metern sehr offen gelegene Regattastrecke auf dem Galve-See. Die Rennen waren jederzeit für alle Bahnen gleichermassen fair.

Der Junioren-Achter mit Dominic Condrau, Jonah Plock (beide RC Rapperswil-Jona), Marius Merkt (GC Zürich), Morton Schubert (SC Stäfa), Hugo van de Graaf (CA Vésenaz), Manuel Baumann (SC Luzern), Flurin Letta (RC Schaffhausen), Andrin Gulich (SC Küsnacht) und Steuermann Kieran Hurst (SC Zürich) hatte sich bereits am Samstag via den Hoffnungslauf für den A-Final qualifiziert. Im A-Final gelang der Mannschaft nach eigener Einschätzung eine erneute Leistungssteigerung. Zu mehr als dem sechsten Rang reichte es jedoch nicht in einem Feld, das vom überlegenen Achter aus Deutschland vor Holland und Rumänien gewonnen wurde. Der Mannschaft fehlte in allen Rennen der schnelle Start, was zwar von Rennen zu Rennen verbessert werden konnte, im Vergleich zur Konkurrenz jedoch nicht ausreichte, um nicht von Anfang an die Defensive versetzt zu werden.

Ebenfalls im A-Finale ruderte der Juniorinnen-Doppelzweier mit Ella von der Schulenburg (Seeclub Küsnacht) und Jana Nussbaumer (Seeclub Zug). Die Doppelzweier-Konkurrenz war in diesem Jahr sehr dicht besetzt, so dass bereits die Halbfinals sehr eng umkämpft waren. Dank Halbfinalrang drei qualifzierten sich Nussbaumer/von der Schulenburg aber sicher für das A-Finale. In diesem Rennen ruderten die beiden Athletinnen jederzeit in Tuchfühlung mit den besten Booten im Mittelfeld mit, ehe es gegen Ende des Rennens nicht mehr reichte, das hohe Tempo der Konkurrentinnen mitzugehen. Für das auf diesen Wettkampf hin neu zusammengesetzte Duo resultierte ebenfalls Rang sechs.

Ein Auf und Ab erlebte Jan Schäuble (Seeclub Stansstad) im Verlaufe dieser Junioren-EM von Rennen zu Rennen. Im Halbfinal bekundete der junge Skiffier mit dem starken Seitenwind zunächst Mühe und verlor früh im Rennen den Kontakt zu den finalberechtigten drei Spitzenplätzen. Jan Schäuble wurde in den B-Final verwiesen. Im B-Final drehte Schäuble dann abermals auf. Er zeigte, dass er im Seitenwind rudern kann und führte das Feld auf der Aussenbahn klar an und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit dem siebten EM-Rang gelingt Jan Schäuble ebenfalls ein gutes Ergebnis an seiner ersten internationalen Meisterschaft.

Der Juniorinnen-Doppelvierer mit Sofia Méakin (CA Vésenaz), Larissa Conrad, Nina Baumann (beide Seeclub Luzern) und Olivia Negrinotti (SC Ceresio) konnte sich im Verlaufe der Regatta ebenfalls auf das letzte Rennen hin steigern. Nach einem dritten Vorlaufrang, der direkt für den Halbfinaleinzug reichte, war das Schweizer Quartett im Halbfinal zu weit weg von einer möglichen Finalteilnahme. Im B-Final ruderten die vier Schweizerinnen jedoch in den vordersten Positionen, hielten zwischenzeitlich sogar die Führung und wurden beim Zieleinlauf letztlich auf dem zweiten Platz notiert, was dem achten Schlussrang entspricht.

Die Achter-Ersatzleute Maximilien Chervaz und Sam Breckenridge (beide SN Genève) ruderten im letzten Rennen der Zweier-ohne Steuermann zu einem Laufsieg im C-Final. Deutschland war die dominierende Nation mit insgesamt 11 Medaillen, darunter deren 5 in Gold. Auch Italien und Rumänien präsentierten sich auf Juniorenebene mit je sechs Medaillen stark. Insgesamt konnten 15 Nationen Medaillen gewinnen. Auf dem Junioren-Regattakalender stehen noch zwei Events auf dem Programm. Die Junioren-WM in Rotterdam von Ende August sowie der Coupe de la Jeunesse in Poznan von Ende Juli.

Resultate Junioren-EM Trakai (Litauen). Finalrennen vom Sonntag, 10. Juli 2016
Achter Junioren (Final A):
1. Deutschland 5:49,50. 2. Holland 5:54,06. 3. Rumänien 5:54,36. 4. Italien 5:56,81. 5. Dänemark 5:58,44. 6. Schweiz (Condrau, Merkt, Schubert, van de Graaf, Baumann, Plock, Letta, Gulich, Stm. Hurst) 5:59,44.

Doppelzweier Juniorinnen (Final A): 1. Larsen/Kempf (Dä) 7:14,96. 2. Vontzou/Kyridou (Griech) 7:15,52. 3. Menzel/Leupold (De) 7:15,69. 4. Bodnar/Radis (Rum) 7:17,64. 5. Rossi/Montesano (It) 7:20,01. 6. Jana Nussbaumer/Ella von der Schulenburg (Sz) 7:20,14.

Skiff Junioren (Final A): 1. Kelmelis (Lit) 7:08,45. 2. Schwarz (Ho) 7:10,49. 3. Finger (De) 7:15,39. 4. De Bleser (Bel) 7:19,32. 5. Szabo (Ung) 7:23,81. 6. Lenzing (Dä) 7:27.75. Final B: 7. Jan Schäuble (Sz) 7:16,98. 8. Farkas (Kro) 7:18,84. 9. Baranski (Pol) 7:19,29. 10. Pashkevic (WRuss) 7:23,11. 11. Cordonnier (Fr) 7:26,17. 12. Pivac (Serb) 7:34,15.

Doppelvierer Juniorinnen (Final A): 1. Deutschland 6:39,47. 2. Rumanien 6:40,55. 3. Italien 6:42,29. 4. Tschechien 6:48,36. 5. Dänemark 6:48,66. 6. Oesterreich 7:02,81. Final B: 7. Weissrussland 6:50,91. 8. Schweiz (Méakin, Conrad, Baumann, Negrinotti) 6:51,42. 9. Litauen 6:52,24. 10. Polen 6:57,61. 11. Estland 6:59,71. 12. Ukraine 7:02,61.

Zweier ohne Stm. Junioren (Final C): 1. Sam Breckenridge/Maximilen Chervaz (Sz) 7:13,05. 2. Veprev/Skoryi (Ukr) 7:22,00. 3. Derevianco/Ruliov (Mold) 7:24,12.